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Eintracht Braunschweigs Zweite kickt in der Landesliga

Eine klassische Amateurmannschaft kämpft nun mit dem Löwen auf der Brust

In den 70er Jahren hatte Eintracht Braunschweig zwar auch finanzielle Probleme, war sportlich aber deutlich erfolgreicher. Zum Beispiel mit Stürmer Bernd Gersdorff. Hier zu sehen in einer legendären Jägermeister-Werbung. Anzeige: Jägermeister

Der harte Einsparkurs bei Eintracht Braunschweig geht munter weiter. Der Traditionsverein meldet für die Saison 2019/2020 eine Zweite Mannschaft in der Landesliga an.

Heimspiele auf dem B-Platz am Eintracht-Stadion

Die Mannschaft wird auch weiterhin in der Kapitalgesellschaft angesiedelt sein, allerdings nicht mehr dem Nachwuchsleistungszentrum angehören. Es handelt sich dabei um eine klassische Amateurmannschaft. Diese unterliegt nicht mehr den Altersbeschränkungen und Anforderungen einer U23. Seine Heimspiele wird das Team, das mit dem neuen Trainer in den nächsten Wochen zusammengestellt wird, weiterhin auf dem B-Platz am Eintracht-Stadion austragen.

Der Unterbau wird weiter benötigt

Tobias Rau, Aufsichtsratsmitglied der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA, erklärt: „Wir haben uns nach langer und reiflicher Überlegung dazu entschieden, für die neue Saison eine Zweite Mannschaft in der Landesliga zu melden. Um die sportliche Bedeutung eines Unterbaus für die Profis wissen wir. Perspektivisch werden wir mittelfristig nach einer möglichen Rückkehr in die 2. Bundesliga in den nächsten Jahren diesen Unterbau auch wieder benötigen. Eine Wiederbelebung der U23 zu einem späteren Zeitpunkt wäre dann mit einem Start in der untersten Spielklasse verbunden gewesen.“

Auswirkungen auf andere Vereine

Sebastian Ebel, Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA ergänzt: „Natürlich ist uns bewusst, dass unsere späte Entscheidung Auswirkungen auf andere Vereine hat. Das bedauern wir sehr. Für uns war allerdings immens wichtig sicherzustellen, dass wir alle Rahmenbedingungen zumindest für die nächste Spielzeit erfüllen. Und zudem diesen Aufwand auch wirklich für ein Jahr stemmen können. Sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich. Auch wenn der komplett durch externe Partner finanzierte Etat logischerweise nur einen Bruchteil der Kosten der Oberligamannschaft umfasst. Mit Unterstützung von Andreas Becker und der Fußballabteilung des BTSV ist in den vergangenen Wochen bereits ein Konzept erstellt worden. Zudem streben wir an, die bereits bestehende enge Zusammenarbeit mit den Freien Turnern Braunschweig weiter zu intensivieren und auszubauen. Nachwuchsspieler, die bei uns den Sprung in die höhere Leistungsmannschaft bzw. in den Profibereich nicht direkt schaffen, sollen so die Möglichkeit bekommen, sich durch uns begleitet bei den Turnern weiterzuentwickeln und Spielpraxis zu sammeln.“

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