22. April 2022
Konzert-Tipps

Samstag findet in Braunschweig Pop meets Classic statt

Noch gibt es Tickets. Um die 6000 Menschen werden zu dem Event erwartet.

Sängerin Tiana Kruškic bei der Probe für Pop meets Classic in der Braunschweiger Volkswagen Halle. Foto: Bernward Comes

Sängerin Tiana Kruškic bei der Probe für Pop meets Classic in der Braunschweiger Volkswagen Halle. Foto: Bernward Comes

Welch ein Aufwand für nur einen einzigen Abend! Pop meets Classic geht am kommenden Samstag in die 14. Auflage. Eine logistische Meisterleistung, an der am Ende mehr als 500 Menschen beteiligt sein werden. Ein Probenbesuch führt eindrucksvoll vor Augen, wie viele Rädchen sauber ineinander greifen müssen, damit aus dem Cross-over-Konzert keine Chaos-Symphonie wird. „Dieses Format ist selbst für Veranstaltungsprofis eine enorme Herausforderung“, meint Undercover-Produktionsleiter Tobias Huwe. Nachtschichten inklusive. „Diese Show macht Augenringe“, meint er lachend.

Schon die Zahl der Mitwirkenden führt die Volkswagen Halle an ihre Kapazitätsgrenzen: 100 Leute allein im Orchester, dazu 80 Chorsängerinnen und -sänger und rund 30 Solisten, 120 Aufbauhelfer, 60 Mitarbeiter für Licht, Laser, Pyro- und andere Bühnentechnik, 10 Catering-Experten in der Küche, 20 Organisatoren vom Veranstalter Undercover – und am Showabend selbst noch einmal 120 Sicherheitskräfte. „Jeder muss genau wissen, wann er an welchem Platz zu sein hat“, sagt Huwe. Nichts darf dem Zufall überlassen bleiben.

Im vergangenen Jahr wurde Pop meets Classic abgesagt

2019 hatte die letzte Pop-meets-Classic-Show stattgefunden. Dann kam Corona. Die 2020er Veranstaltung wurde vom traditionellen April-Termin auf Oktober verschoben, dann auf April 2021, dann abgesagt.

Nun aber kann’s tatsächlich losgehen. Obwohl es derzeit keine Corona-Auflagen gibt, hat Undercover die Ticketinhaber angeschrieben und empfiehlt, eine Maske zu tragen. Aus Sicherheitsgründen. „Wir freuen uns auch über jeden, der sich vorab testen lässt“, sagt Rilana Sandelmann, zuständig für die Pressearbeit und Kommunikation der Agentur. Zum Schutz für alle.

Auf der Bühne singt sich gerade Markus Schultze ein. Seit Jahren liebenswerter Stammmoderator von PMC. Noch am Ostermontag hatte er im „Diamantenherzog“ im Großen Haus des Theaters den wackeren Braunschweiger Bürgermeister Wilhelm Bode gegeben. Bei diesem Hip-Hop-Musical stand er auch schon mit der Jazzkantine auf der Bühne. Unermüdlich gerade, die Truppe.

Die hat einiges Zittern und Bangen hinter sich: Im Vorfeld der Theater-Aufführungen musste die halbe Belegschaft in die Corona Quarantäne. Die ersten Proben fanden per Videoschalte statt. Erschwerte Bedingungen, die bei PMC und hier und heute keiner braucht.

Diese Änderungen mussten gemacht werden

Dennoch ereilt das Pech die Show: Generalmusikdirektor Srba Dinić muss seine Premiere absagen. Er kann nicht dirigieren. Er müsse ein Gastengagement am kroatischen Nationaltheater in Zagreb wahrnehmen, teilt das Staatstheater mit. Aufgrund von Corona-Fällen im Produktionsteam dieses Opernprojektes hätten sich die dortigen Termine leider verschoben.

Mino Marani springt ein, 1. Kapellmeister des Staatsorchester Braunschweig. „Der junge Italiener ist neu im Ensemble des Staatstheaters und bringt durch seine frühere Tätigkeit im Bereich des Musicals viel Erfahrung für den Crossover-Bereich und die unterschiedlichen Genres mit“, betont Pressesprecherin Sandelmann.

In der Küche der Volkswagen Halle wird derweil das Abendessen vorbereitet. Unter anderem Schweinefilet mit gefüllten Tomaten. „Mit Linsen drin und getrockneten Aprikosen“, verrät der Koch.

Chef-Caterer André Rosso ist es wichtig, dass hinter der Bühne auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Keine Plastikbecher, keine Plastikflaschen. Die Crewmitglieder können Wasser zapfen in auswaschbare Flaschen. „Somit ersparen wir uns allen täglich den Müll von rund 700 Plastikflaschen.“ Sogar die Kaffeepads habe er gegen eine umweltverträgliche Sorte ausgetauscht, sagt er.

Wie die Bühgne zur größten der Stadt wird, lest ihr bei der Braunschweiger Zeitung.

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