30. April 2014
Szene-News

Release der zweiten Auflage von „Kristel – Magazin von Studierenden der HBK“ im Riptide.

Das ist das Kristel-Team: Organisatorin Jaqueline Krone, Gestalter Christof Görs und die Herausgeberinnen Marlene Bart und Lena Lamprecht (v.l.). Foto: André Pause

Braunschweig. Es herrscht ordentlich Betrieb im Handelsweg an diesem milden Donnerstagabend. Vor dem Café Riptide scharren die studentischen Besucher mit den Hufen. Die Release Party zur zweiten Auflage von „Kristel – Magazin von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste (HBK)“ steht an.

Vor knapp zwei Jahren hatte Lena Lamprecht die Eingebung zu einem Magazin, das die Studierenden der verschiedenen HBK-Disziplinen – Freie Kunst, Kunst- und Medienwissenschaften sowie Darstellendes Spiel – dauerhaft an einen Redaktionstisch bringen soll. Mit Freunden saß die Kunstwissenschaftsstudentin, so erzählt sie es den Gästen, damals im Zug – und dann war da dieser Gedanke: „Es ist doch schade, dass unsere Studiengänge nicht mal was gemeinsam herausbringen.“ Zunächst sei alles sehr offen gewesen und etwas schleppend gelaufen, einige Interessierte kamen und gingen. In Marlene Bart aus dem Fachbereich Freie Kunst fand sie jedoch bald eine engagierte Mitstreiterin, mit dem Resultat, dass im vergangenen Oktober das erste Heft a) heraus- und b) gut ankam. Jetzt soll Kristel regelmäßig zum Semesterbeginn mit einer Auflage von 800 Exemplaren erscheinen.

Der Name des Produkts sei eine Hommage an eine legendäre HBK-Cafeteria-Mitarbeiterin namens Christel, lasse im Nachgang aber viele weitere Assoziationen zu, finden Lena und Marlene. Prägnant, klar, strahlend und provokant – so wünsche man sich das Heft. Nun mag es einige Magazine an der HBK gegeben haben, ähnliche Versuche sogar. Allerdings seien dies meist betreute Projekte von Lehrenden gewesen. „Das Besondere an Kristel ist, dass es komplett studentisch organisiert ist. Das heißt, es sitzt kein Professor dabei, der sagt, was wir machen sollen“, verweist Lena auf das Alleinstellungsmerkmal und skizziert das hohe Maß an Eigeninitiative.

Im Ergebnis kann sich das Magazin sehen lassen, schon haptisch und optisch wirkt es edel: Das Cover aus festem Karton, hochwertiges Papier in edler Lumbeck-Bindung und – was das Layout anbelangt – nicht zu verstiegen. Der ansprechenden visuellen Gestaltung steht der Inhalt in den allermeisten Fällen in nichts nach. Einige Kostproben aus dem neuen Heft geben Autoren im Rahmen der Release Party. Dabei wird deutlich: Das textliche Spektrum ist angenehm dispers, reicht vom launigen soziologischen Befund, über den Status- quo-Bericht bis zur lyrischen Schnurre. Erstmals gab es in Ausgabe Nummer zwo mit „Körper“ ein Motto, das sich als roter Faden durch das gesamte Heft zieht. Das soll auch so bleiben, versichern die beiden Initiatorinnen. „Es ist ein Leitthema, heißt aber nicht, dass die Texte zwangsläufig zu diesem Thema verfasst werden müssen. Studenten können auch über ihre eigenen Projekte berichten, die sie im Semester gemacht haben“, spezifiziert Marlene. Darüber hinaus möchte man sich die Einbindung von Fremdautoren offenlassen.

Ziel ist nun, dass Kristel sich etabliert, was allein schon ehrgeizig genug sei, findet Marlene. Wie Mitstreiterin Lena wünscht sie sich eine engere Kooperation mit der HBK, damit dieses Projekt in durchaus absehbarer Zeit an andere Studenten weitergegeben und fortgeführt werden kann. Schon jetzt werden kreative Leute für die Redaktion und die Gestaltung benötigt. Wer Ideen hat und sich angesprochen fühlt, kann sich via E-Mail an Marlene Bart (m.bart@hbk-bs.de) oder Lena Lamprecht (lena.lamprecht@freenet.de) wenden.

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