2. März 2017
Konzert-Tipps

Psychedelische Melancholie und der Moment

Pop-Newcomerin Lisa Who tritt am 19. Mai im Eulenglück in Braunschweig auf.

Featured Video Play Icon

Gegen den Plan, gegen die volle Kontrolle: Lisa Who. Foto: Hannes Caspar

Wann hast du dich das letzte Mal nur auf eine einzige Sache konzentriert? Nur hingehört und sonst nichts getan? Lange her? – dann wird’s Zeit! Wie das richtig gut funktioniert, zeigt die Berliner Singer-Songwriterin Lisa Who: Musik ist für sie das Pendel, das in ihr immer wieder ausschlägt, sie antreibt, aber gleichzeitig auch ausbalanciert, wenn sich die Welt mal wieder zu schnell dreht.

Den ersten Atemzug tat ihr Debütalbum „Sehnsucht“ in einer dieser Nächte, an die man sich später mit einem Kopfschütteln und einem Lachen erinnert. Mit ihrem Produzenten Sebastian Madsen und der gleichnamigen Band entstand in dieser Nacht der Song „Sehnsucht“, der Ursprung des Albums. Doch war klar: ein Lied ist nicht genug. Und so folgten noch sechs weitere Titel. Große Hits zu landen, sei ihr dabei gar nicht so wichtig, sagt sie – nur Glücklichmachen soll ihre Musik, die dabei an die psychedelische Melancholie Lana del Reys erinnert.

Bisher stand sie als Songschreiberin oder als Keyboarderin bei Madsen eher im Hintergrund – doch mit „Sehnsucht“ wagt sie jetzt den Schritt ins Rampenlicht. Am 19. Mai kommt die Sängerin in die Eule nach Braunschweig.

Auch interessant