Okerbrücke: Die Liebesschlösser sollen weg

Die Stadt Braunschweig möchte die über die Jahre angesammelten Liebesbeweise entfernen.

Sie stehen für ewige Liebe: Die Liebesschlösser an sämtlichen Brücken weltweit. Foto: unsplash / Alex Martinez

Ein Liebesbeweis für die Ewigkeit

Ein einfaches Schloss mit zwei eingravierten Namen, der entsprechende Schlüssel landet im Nirgendwo, um ihn ja nicht wiederzufinden. Sie hängen an sämtlichen Brücken weltweit: Liebesschlösser. Ein Symbol für die ewig währende Liebe zweier Menschen. Sollte die Partnerschaft doch in die Brüche gehen, ist das Ärgernis groß. Ob pure Romantik oder Kitsch – darüber streiten sich die Geister.

Keine Schlösser an der neuen Okerbrücke

Noch ist die Anzahl solcher sogenannten Liebesschlösser an den Geländern der neuen Okerbrücke Grund in Melverode recht überschaulich. Und genau das solle auch so bleiben. Doch nun entschied der Bezirksrat Heidberg-Melverode: An der Okerbrücke Grund in Melverode soll keines der metallenen Liebesbeweisen zu sehen sein. Er möchte so verhindern, dass ein regelrechter Trend entsteht.

„Aus optischer Sicht kann man wirklich über die Schlösser streiten. Erst recht, wenn man so eine schöne neue Brücke bekommen hat. Es gibt auch andere Möglichkeiten, dem Partner seine Liebe zu gestehen.“ so Christiane Jaschinski-Gaus, Bezirksbürgermeisterin.

Kunstwerk für die Liebe?

Hunderte von Schlössern findet man stattdessen an der Petritorbrücke, die über den östlichen Oker-Umflutgraben führt. Außerdem plane man ein einen Antrag für ein spezielles Kunstprojekt als Ersatz: Liebende sollen so die Möglichkeit bekommen, ihre Schlösser an eine Skulptur zu befestigen.

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