1. Todestag und zurück in den Charts: Star-DJ Avicii

Am 20. April war der erste Todestag des DJs. Und ein knappes Jahr nach seinem Tod beehrt Avicii noch einmal postum die Hitliste.

R.I.P. Avicii: Am 20. April 2018 verstarb der DJ und Musikproduzent. Foto: Facebook

„Er wollte Frieden haben“

Am 20. April 2018 erschütterte eine Nachricht die Musikbranche, Millionen von Fans – die ganze Welt: Star-DJ Avicii wurde während eines Urlaubs in Oman auf einem Anwesen der omanischen Königsfamilie leblos aufgefunden. Angeblich hatte der 29-Jährige schon länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. So sei die genaue Ursache bekannt, werde jedoch aus Rücksichtnahme nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Familie veröffentlichte eine Erklärung, in der es auch heißt: „Er hat wirklich gerungen mit dem Nachdenken über den Sinn, das Leben, das Glück. Jetzt hat er es nicht länger geschafft. Er wollte Frieden haben.“

Der schwedische DJ, Remixer und Musikproduzent Avicii stellte mit „Wake Me Up“ einen neuen Rekord auf. Foto: At Night Management & Bookings / oh.

Zahlreiche Stars, VIPs und Fans nahmen an diesem Tag öffentlich Abschied. Unter dem Hashtag #ripavicii finden sich allein auf Instagram über 100.000 Posts. DJ-Kollegen David Guetta, Calvin Harris, Felix Jaehn und diverse andere Musiker teilten ihre Trauer und Niedergeschlagenheit auf Twitter mit. So heißt es bei Guetta: „Etwas wirklich Schreckliches ist passiert. Wir haben einen Freund mit einem wunderschönen Herzen verloren und die Welt einen unglaublich talentierten Musiker. Danke für die tollen Melodien, die gemeinsame Zeit im Studio, das gemeinsame Spielen als DJs oder einfach für das Genießen des Lebens als Freunde. Ruhe in Frieden Avicii.“ Der Künstlername des DJs leitet sich von Avici ab, der tiefsten Ebene der buddhistischen Unterwelt.

Avicii – Eine Erfolgsstory

Die Anfänge Aviciis gehen auf das Jahr 2008 zurück, internationale folgte allerdings im Herbst 2011. Seine Single „Levels“ erreichte in Deutschland, Österreich und Großbritannien die Top 10. In seinem Heimatland Schweden und Norwegen sicherte er sich das erste Mal die Chartspitze. Und das war der Startschuss: Es folgten Hits und Kollaborationen wie „We Write The Story“ – im übrigen der Titelsong des Eurovision Song Contest 2013 -, „Wake Me Up“, „Hey Brother“, „Lay Me Down“, „The Days“, „Waiting For Love“ und viele mehr.

„SOS“ & „Tim“

Und nun, ein Jahr nach seinem Tod, ist das Ausnahmetalent zurück in den Charts: Tim Bergling, Aviciis bürgerlicher Name, beehrt noch einmal postum die Hitliste. Das gemeinsam mit Aloe Blacc entstandene „SOS“ debütiert auf Platz 11. Die Single wurde am 10. April veröffentlicht und dessen Einnahmen kommen einem guten Zweck zu Gute – nämlich der „Tim Bergling Foundation“.

Es ist die zweite Zusammenarbeit der beiden Künstler. Mit „Wake Me Up!“ landeten sie einen Mega-Hit, der in sämtlichen Ländern die Charts anführte.

Eine Stiftung für Mensch und Tier: Am 26. März 2019 gründete die Familie Bergling eine Stiftung für die Behandlung psychischer Erkrankungen und Suizidprävention, die nach dem verstorbenen Tim Bergling benannt wurde. Die Stiftung arbeitet international und verfolgt das Ziel, Menschen bezüglich des Suizids und im Hinblick der psychischen Gesundheit aufzuklären. Die Stiftung arbeitet auch daran, den Klimawandel zu bekämpfen, die Geschäftsentwicklung zu steuern und gefährdete Arten zu schützen. Große Namen aus der Musikbranche behaupten, dass Aviciis Tod das Bewusstsein für die psychische Gesundheit in der Branche geschärft hätte.

Und „SOS“ war nur der Anfang. Zudem wurde Im April 2019 bekannt gegeben, dass am 6. Juni 2019 posthum das Studioalbum „Tim“ veröffentlicht werden würde. An diesem arbeitete Avicii noch vor seinem Tod. „SOS“ ist hierbei die erste Single-Auskopplung.

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