11. April 2022
Kunst & Kultur

Lange Nacht der Jungen Dramatik 2022: Präsentation und Preisverleihung im Staatstheater Braunschweig

Das Theater Magdeburg und das Staatstheater Braunschweig haben in dieser Spielzeit zum zweiten Mal einen Wettbewerb für angehende Theaterautor:innen ausgeschrieben. Im Mai lädt die Veranstaltung ins Staatstheater Braunschweig.

Mit dem Duo Nick Tlusty und Liv Thastum stehen dieses Jahr wieder zwei Hildesheimer Studierende im Finale. Foto: Franziska König.

Das Theater Magdeburg und das Staatstheater Braunschweig haben in dieser Spielzeit zum zweiten Mal einen Wettbewerb für angehende Theaterautor:innen ausgeschrieben. Studierende des Deutschen Literaturinstituts Leipzigs, des Studiengangs Szenisches Schreiben der Universität der Künste Berlin und des Fachbereichs Kulturwissenschaften & Ästhetische Kommunikation der Universität Hildesheim waren aufgerufen ihre Ideen für Theaterstücke in Form eines Exposés und erster Szenenentwürfe einzureichen. Aus den 49 thematisch und szenisch vielfältigen Einsendungen wurden fünf Entwürfe von insgesamt sechs Finalist:innen ausgewählt, darunter auch ein Hildesheimer Autor:innen-Duo.

Die finalen Szenenentwürfe werden in Form von 20 bis 30-minütigen szenischen Skizzen in der „Langen Nacht der Jungen Dramatik“ am 15. Mai um 17 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig präsentiert. Im Anschluss wird als Jurypreis ein mit 6.500 Euro geförderter Stückauftrag für eine Uraufführung in der Spielzeit 2022/2023 am Staatstheater Braunschweig vergeben. Zusätzlich können die Finalist:innen einen Publikumspreis gewinnen, der mit 1.500 Euro dotiert ist.

Die Jury setzt sich in dieser Spielzeit zusammen aus Björn SC Deigner (Theaterautor), Bastian Häfner (Verlag Felix Bloch Erben), Katja Langenbach (Regisseurin und Schauspiel­direktorin Theater Luzern), Anna Mülter (Künstlerische Leiterin des Festivals »Theaterformen«) und Esther Slevogt (Theaterkritikerin u. a. für »Theater Heute« und »nachtkritik.de).

Die fünf Finalist:innen 2022:

Paula Kläy (UdK Berlin) mit »467.45 ETHERUM«

Guido Wertheimer (UdK Berlin) mit »Wir werden diese Nacht nicht sterben«

Liv Thastum und Nick Tlusty (Universität Hildesheim) mit »Am Ende. Der Fortschritt«

Wibke Charlotte Gneuß (Deutsches Literaturinstitut Leipzig) mit »Bevor die Flut kommt, sollen es unsere Kinder einmal besser gehabt haben« (AT)

Victoria Schulz (Deutsches Literaturinstitut Leipzig) mit »Holy Red«

Durch die Einsendungen aus drei unterschiedlichen Hochschulen ergibt sich ein breites Themen- und Formenspektrum. Die finalen Texte umfassen aktuelle Themen wie Feminismus, Körperbilder und Körperautonomie, oder entwerfen mögliche Zukunftsszenarien auch in Hinblick auf Krisen. Aber es werden auch Fragen nach der Existenz und dem, was Identität ausmacht, untersucht, sowie Erfahrungen aus dem eigenen (Berufs-)Leben verarbeitet. Auch formal zeigt sich ein diverser Querschnitt, unter anderem mit einer rhythmisch-musikalischen Umgangsweise mit Text oder auch autofiktionalen Erzählweisen.

Zwei der Stückentwürfe – »467.45 ETHERUM« und »Holy Red« – werden von Künstler:innen des Theaters Magdeburg präsentiert. Die anderen drei Inszenierungen werden von Alexandra Holtsch, Daniele Szeredy und Katharina Binder szenisch eingerichtet und von Schauspieler:innen des Staatstheater Braunschweig umgesetzt. Es wirken mit: Roman Konieczny, Robert Prinzler, Gina Henkel, Tobias Beyer, Ana Yoffe, Julius Ferdinand Brauer, Saskia Petzold, Georg Mitterstieler (Staatstheater Braunschweig) und KS. Iris Albrecht, Maike Schroeter, Carmen Steinert, Christoph Bangerter, Christoph Förster, Frederik F. Günther, Andreas C. Meyer, Ralph Opferkuch, Michael Ruchter, Antonia Labs, Undine Schmiedl, Annemarie Struve, Isabel Will (Theater Magdeburg).

„Lange Nacht der Jungen Dramatik 2022“
Autor:innenwettbewerb und Preisverleihung
Samstag, 15. Mai 2022, 17:00 Uhr
Staatstheater Braunschweig, Kleines Haus

Auch interessant