27. Januar 2020
Film & Musik

Katja Krasavice und Juju & Loredana an der Spitze der Charts

Starke, wortgewaltige und provokative Rapperinnen stehen auf der Pole Position der Offiziellen Deutschen Charts

Katja Krasavice ist die „Boss Bitch“. Die Rapperin, YouTuberin und Ex-„Promi Big Brother“-Kandidatin liebt ihren Körper, Luxusartikel und Provokationen. Foto: GfK Entertainment GmbH

Das gab es zuletzt vor 23 Jahren: Zum zweiten Mal in der Geschichte der Offiziellen Deutschen Charts, ermittelt von GfK Entertainment, führen Rapperinnen die Top 100 beider Hitlisten an. Im Jahr 1997 hießen die Siegerinnen Tic Tac Toe (mit ihrem Album „Klappe die 2te“) und Sabrina Setlur (mit ihrer Single „Du liebst mich nicht“). Im Jahr 2020 heißen die wortgewaltigen Women Katja Krasavice („Boss Bitch“) sowie Juju & Loredana („Kein Wort“).

Katja Krasavice und Eminem auf Platz 1

Die in Tschechien geborene, durch YouTube bekannt gewordene Katja Krasavice konnte kürzlich ihren „Nummer 1 Award“ für ihr Album „Boss Bitch“ in Berlin entgegennehmen – und beim Foto-Shooting eine eindeutige Botschaft vermitteln. Krasavice sorgte in der Vergangenheit mit anzüglichen und provokativen Singles wie „Doggy“, „Dicke Lippen“, „Sex Tape“ und aktuell mit „Gucci Girl“ (16 Millionen Aufrufe auf YouTube!) für Aufsehen. In der aktuellen Woche setzte sich die offenherzige und zeigefreudige Blondine sogar gegen US-Rap-Superstars Eminem durch. Dessen ohne Vorankündigung veröffentlichtes Werk „Music To Be Murdered By“ katapultierte sich auf Platz 2.

Auch Rock regiert: Wirtz, Magnum und Turbostaat

Insgesamt sorgen zwanzig Neuzugänge für viel Abwechslung im Album-Ranking dieser Woche. Insbesondere Rockfans kommen dabei auf ihre Kosten: Ex-Sub7even-Frontmann Wirtz zieht an dritter Stelle den Stecker („Unplugged II“). Die englischen Hardrocker Magnum („The Serpent Rings“) erobern Rang fünf und die Deutsch-Punks von Turbostaat besuchen auf Platz sechs die „Uthlande“. Die Metal-Supergroup Sons Of Apollo („MMXX“, 11) verpasst ebenso wie US-Elektro-Pop-Sängerin Halsey („Manic“, 13) nur knapp die Top 10. Für Vorwochensieger RAF Camora („Zenit“) geht’s runter von eins auf vier.

Juju & Loredana, Ufo361 & Future, The Weeknd

Im Single-Ranking verlieren „Kein Wort“ – und feiern damit bereits ihre dritte bzw. zweite Spitzenplatzierung. Gleichzeitig landet ihr Track dank 2,6 Millionen Abrufen einen neuen Rekord als meistgestreamter Song eines weiblichen Acts am Release-Tag. Auf Rang zwei steht ebenfalls ein New Entry: „Big Drip“, eine Kollabo-Nummer des Berliners Ufo361 mit dem US-Rapper Future. Das Podium rundet The Weeknd („Blinding Lights“, drei) ab.

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment ermittelt. Die Top 100 der Offiziellen Deutschen Single- und Album-Charts werden freitags ab 18:00 Uhr auf www.mtv.de veröffentlicht.

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