Laserkanonen, Kostüme und das ganze Universum

Die Braunschweiger Star-Wars-Fangruppe 499th im Interview

Möge die Macht mit ihnen sein: Matze, Olaf, Tabea, Alex, Yvonne, Heiko, Thorsten von der Star-Wars-Fangruppe 499th. Foto: Privat/499th

Kürzlich fand die LEGO® Fangruppe Steineland-Harz-Heide-Ausstellung in den Firmenräume bei CGI Deutschland in Braunschweig, mit ihren Kreationen aus den bunten Bausteinen statt. Dabei gab es noch ein weiteres Highlight: Die Star-Wars-Fangruppe 499th, ebenfalls aus der Löwenstadt, war in passenden Kostümen dabei. Dustin Knigge sprach für szene38 mit Olaf und Thorsten vom 499th.

Wann hat die Star-Wars-Leidenschaft bei euch angefangen?

Olaf: Das war 1977, als die ersten Filme herauskamen. Thorsten war sieben, ich acht Jahre alt.

Thorsten: Was uns beeindruckt hatte waren die Laserkanonen, die Kostüme und dieses ganze Universum.

Wie ist eure Gruppe entstanden und wie seid ihr zu eurem Namen gekommen?

Olaf: Mein Bruder und ich sind Star-Wars-Fans geblieben. Dank ihm habe ich mit der Hannoveraner Gruppe The Northern Outpost Kontakt aufgenommen. Bei einem ersten Treffen wurde ich gleich zu einer Versammlung eingeladen – und da ich sofort begeistert war, bin ich sofort beigetreten.
Hier in Braunschweig gab es solche passenden Aktionen nicht. Leider gab es für Fans nicht viele
Möglichkeiten, sodass ich anfing, selbständig etwas zu organisieren.
Thorsten und ich testeten dann, ich im Troop-Kostüm, Thorsten als Mando, wie das bei den Leuten ankommen würde. Er hatte erst Zweifel, doch mit dem Filmpalast in Wolfenbüttel kamen wir dann ins Gespräch und traten dort zum Kinostart von „Han Solo“ mit einer größeren Gruppe vom „The Northern Outpost“ auf. An diesem Tag fand in Wolfenbüttel das „Street Food Festival statt“, was niemand wusste. Wir haben uns dabei auf dem Schloßplatz umgezogen und sind Stück für Stück durch die Menge gegangen. Danach kam dann noch die gelungene 900-Jahr-Feier von Wolfenbüttel, die unser Mitglied Heiko geplant hatte.

Thorsten: Auf dem Street Food Festival wurde ich alle paar Meter angesprochen: „Seid ihr die 501st?“, die ja weltbekannt ist. Dann ein paar Meter weiter wieder: „Ihr seid von der 501st?“. Das ging ein paar Mal so weiter. Irgendwann reichte es mir und ich antwortete: „Nein, wir sind die 499th – wir waren schon vorher da!“ Olaf und die anderen konnten nicht mehr vor Lachen und so legten wir unseren Namen fest.

Welche Star-Wars-Charaktere wären als Zuwachs für die Gruppe wünschenswert?

Thorsten: Wir haben auf jeden Fall unsere Homepage in der Richtung geändert, dass wir auch offen für CosPlayer sein möchten. Meine Frau zum Beispiel hat sich ein „Dragon Warrior“-Kostüm angefertigt.

Olaf: Wir wollen definitiv nicht nur Star-Wars-Charaktere. Doch die Leute müssen mit Leidenschaft dabei sein. Sich ein Kostüm anziehen kann jeder. Eine Rolle muss schon recht gut nach außen verkörpert und gelebt werden.

Thorsten: Zum Beispiel unser Anakin. Er ist unglaublich lieb, aber seine Rolle verkörpert er einmalig!

Olaf: Er ist Anakin! (lacht) Unsere Priorität liegt beim Spaß und Miteinander, wie eine Familie muss es sein.

Thorsten: Es geht uns nicht ums Geld, sondern um die gemeinsame Zeit. Die Gruppe ist als Ganzes am besten. Alle sind mit dabei. So wie meine Frau, sie macht meistens die Fotos.

Dennoch: Wer fehlt euch noch?

Olaf: Jabba! (lacht wieder). Nein, das wäre cool, aber schon heftig. Ein Luke mit Yoda fehlen uns auch noch.

Wie kommt ihr zu euren Kostümen?

Olaf: Beim Star-Wars-Gucken habe ich angefangen, mir darüber Gedanken zu machen. Ich fing mit einem Storm-Trooper-Kostüm an.Ein Kostüm sollte zu 80 Prozent selbst gestaltet sein. Es ist in unserem Bereich allerdings sehr schwer, sich auszutauschen. Viele wissen etwas, wollen aber nichts bzw. wenig preisgeben. Fantasie und Leidenschaft sind auf jeden Fall gefragt.

Olaf, wie bist du dann zu deinem Sandtrooper-Outfit gelangt?

Olaf: In England habe ich bei Jedi Robe das Trooper-Kostüm gesehen. Das habe ich dann teuer bestellt. Ich war mir unsicher, ob das überhaupt richtig war, dass das kein Fake-Shop ist. Es kam aber drei Monate später an. Dann habe ich mich für den schmutzigen Sandtrooper begeistert. Also habe ich meinen Helm und die Rüstung selbst lackiert. Es ist echt schade, dass es so wenig Infos darüber gibt wie man das am besten macht. Letztlich habe ich mit meiner eigenen Leidenschaft mein Ziel erreicht.

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, eine bestimmte Star-Wars-Szene aus LEGO selbst nachzubauen?

Olaf: Ich würde die Szene mit dem X-Wing nachbauen. Dort, wo Luke versucht, in den Schacht hineinzuschießen. Diesen Satz „Ich bin fast da!“ finde ich genial. Ich habe den X-Wing als Kind aus Pappe nachgebaut.

Thorsten: Ich würde den Todesstern bauen wollen. Ach, den gibt es als Set? Nein, dann lieber selbst bauen. Es war toll, als Kind alles Mögliche zu bauen und die Figuren irgendwo hineinzusetzen.

 

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