8. März 2022
Szene-News

Heat: Ein Tablett, bitte.

Die Bar in der Südstraße ist unbestritten eine Institution in Braunschweigs Nachtleben – und das selbst in der Zeit der Pandemie. Ein Ortsbesuch.

Leonie Wollschläger ist seit dem vergangenen Herbst die neue Betriebsleiterin der Heat Bar. Foto: Privat.

Leonie Wollschläger sitzt an einem Tisch in der Bar in der Südstraße – in der Hand ein Kaffee. Es ist Mittwoch, die Betriebsleiterin kümmert sich um Vorbereitungen für das Wochenende. „Ich habe früher im Joker gearbeitet, durch Zufall ergab es sich dann mit dem Heat“, erklärt die Braunschweigerin. Die Namen Lisa und Lilly dürften vielen Stammgästen ein Begriff sein, über Jahre haben sie die Abläufe organisiert. Im vergangenen Herbst übernahm dann schließlich Leonie das Zepter. 

Auch wenn die Destination in der Zeit der Pandemie zumeist geöffnet sein konnte, spurlos vorbei ging die Zeit nicht am Heat vorbei: „Wir hatten deutlich weniger Umsatz. Außerdem sind wir auch von den hiesigen Discotheken abhängig, weil viele nach einem Besuch hier irgendwann in die Clubs weiterziehen.“ Als die Pandemie begann hing ihnen eigentlich noch ein Rohrbuch in 2018 nach: alles musste rausgerissen werden. Aber, so die Betriebsleiterin, „die damit verbundene Renovierung hat für uns eine große Rolle gespielt. Der Laden hat dadurch nochmal einen anderen Charme bekommen.“ 

Shots, Shots, Shots

Wenngleich sich das Publikum über die Jahre durchaus verändert hat, der Antritt ist nach wie vor eindeutig: günstig gut trinken. „Zehn für zehn“ ist vielen ein Begriff – für zehn Euro gibt es ein Tablett mit zehn Shots. Jägermeister, Mexikaner, Pfeffi, Erdbeerlimes, Maracujalimes, Ouzo und einiges mehr. Definitiv ein Markenzeichen des Heat. „Die Preise spielen gerade für die jungen Nachtschwärmer eine wesentliche Rolle“, schildert Leonie, „dadurch haben wir hier natürlich auch viel studentisches Publikum.“ Apropos Shots. Für zwei Euro je Shot zaubert die Bar auch sogenannte „Premium Shots“, die sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen: „LiLi“ (Likör 43 mit Limettensaft), „Mini Bier“ (Likör 43 mit Sahne), Orchata (Erdmandelmilch, orientalische Gewürze, Zitrone) – oh, und natürlich der Apfelstrudel (Malibu, Apfelsaft, Zimt) sowie der Käsekuchen (Likör 43, Limejuice, Rhabarbersaft). Die Shots sind indes natürlich hausgemacht.

Auf einen Drink zwischendurch oder doch für die ganze Nacht: Das Heat ist eine beliebte Anlaufstelle im Braunschweiger Nachtleben. Foto: Privat.

Mittlerweile nahezu ein Novum im Nachtleben: Das Heat ist eine Raucherbar. „Daher ist der Eintritt ab 18 Jahren“, merkt die Betriebsleiterin an. Anlässlich der Wiedereröffnung der Discotheken meldet sich derweil der Donnerstag als Öffnungstag wieder zurück, losgelegt wird donnerstags bis samstags ab 21 Uhr. „An anderen Tagen steht die Bar für Firmenevents und private Anlässe zur Verfügung – einfach anfragen.“ Erreichbar ist das Heat per Mail unter heat-bs@web.de oder telefonisch unter 0177 7742533. Derzeit gilt 3G für alle Spontanbesuchenden steht bei Bedarf direkt vor dem Laden eine externe Testmöglichkeit zur Verfügung. 

„Ich mag das Heat, ich mag den Kiez“

Leonie ist froh über ihre neue Rolle. „Ich mag das Heat, ich mag den Kiez.“ Hier im Viertel sei einiges los – vor allem jetzt, wo die Clubs wieder am Start sind. „Dabei wissen wir die Gäste sehr zu schätzen. Die Atmosphäre ist locker, die Gäste sind entspannt. Letztendlich ist es ein bisschen wie zu Hause sein.“ In jenem Wohnzimmer gibt es übrigens keinen musikalischen Fokus, „da legen wir uns nicht auf ein Genre fest“. Was nicht heißen soll, dass nicht etwa Sonderveranstaltungen mit eigenen musikalischen Schwerpunkten denkbar sind.

Nun freut sich Leonie mit ihrem Team jedenfalls erst einmal auf die Wiederbelebung des hiesigen Nachtlebens. Die Clubs sind zurück – und die Straßen belebt. Der Kiez lebt, ein schönes Gefühl. Darauf ein Tablett, gell.

Weitere Informationen zum Heat gibt es bei Facebook und Instagram.

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