Weiterkommen - Wissensvorsprung mit Unterhaltungswert Christian Bremer - Nie wieder ärgern: Souveräne Gelassenheit gewinnt! - Braunschweig – Szene38
Konzerte

Weiterkommen – Wissensvorsprung mit Unterhaltungswert Christian Bremer – Nie wieder ärgern: Souveräne Gelassenheit gewinnt! – Braunschweig

Termin: 13.11.2019 - 18:00 Uhr
Kategorie: Konzerte
Location: FORUM Medienhaus
Adresse: Hintern Brüdern 23, 38100 Braunschweig
Ticketpreis: ab 40.50€

Weiterkommen - Wissensvorsprung mit Unterhaltungswert Christian Bremer - Nie wieder ärgern: Souveräne Gelassenheit gewinnt!

Christian Bremer, Experte für souveräne Gelassenheit, Kurz-Interview

Das HB-Männchen ist legendär – und Sie sagen, man solle sich durchaus ärgern, nennen ärgern ein Geschenk?

Ja, denn von 10 ärgerlichen Situationen sind mindestens 8 wiederkehrend und damit kein Einzelfall: Ärger zeigt also Situationen auf, die einerseits wiederkehrend sind und andererseits noch nicht locker bewältigt werden können. Ich habe also die Wahl: entweder ich falle immer wieder in die Ärger-Falle oder ich wache auf und überlege mir was ich noch lernen oder ansprechen muss, um mich zukünftig nicht mehr zu ärgern. Das Geschenk lautet also: an der Stelle kannst Du noch etwas lernen, Dich entwickeln und besser werden. Natürlich zeigt es auch auf, dass mich etwas stört – und das kann ich verändern, auch ohne mich weiter darüber zu ärgern.

Steht ärgern eigentlich immer für Engagement?

Ärger ist ein Gefühl, welches mir ein „STOPP – Halt mal inne-Schild“ hochhält. Das Ärger zur Motivation für eine Veränderung gebraucht wird, ist meiner Ansicht nach falsch. Sie können Ihren Nachbarn verklagen, ohne sich über ihn zu ärgern. Vor allem Ärger über sich selbst hemmt meistens mehr, als das er genutzt wird. Die Motivation große Erfinder waren Faszination, nicht Verärgerung.

Wie sehr hemmt der Ärger ein Unternehmen?

Ärger kann als „kostenlose Unternehmensberatung“ begriffen werden. Denn an den Stellen, wo sich öfters geärgert wird, sind Schnittstellen nicht klar, Ressourcen falsch verteilt, Mitarbeiter falsch platziert oder unzureichend qualifiziert.

Wie schwer ist es, sich nicht mehr zu ärgern?

Es geht darum, mit dem aufkommenden Ärger konstruktiv umzugehen. Alleine die Frage: „Was will mir mein Gefühl von Ärger vielleicht noch sagen?“ kann einen Menschen weit nach vorne bringen. Ärger ist also zu nutzen und nicht zu verdrängen. Der Clou ist: wenn ich bereit und offen dafür bin, mich in diesem Augenblick zu ärgern, ist es gleich halb so schlimm. Der erste Schritt besteht darin, zum Beobachter seiner selbst zu werden und bspw. zu denken „Wow, bin ich gerade verärgert! Ich bin verspannt, fühle mich unwohl und würde am liebsten…“. Nach diesem ersten Schub (gegen den nichts zu tun ist) geht es dann darum, die aufkommende Energie für Taten oder ein Ansprechen von dem zu nutzen, was mich stört. Alleine die beiden Fragen „Ist es tödlich?“ oder „Bin auch ich manchmal so?“ reduzieren Ärger über andere wirksam.

Wie groß ist die Gefahr, Frust herunterzuschlucken und anderweitig abzuladen?

Die Gefahr ist durchaus vorhanden. Doch der Frust kommt dann woanders raus. In meinen Vorträgen sage ich gerne: „Oft behandeln wir die Menschen am schlechtesten die uns am nächsten sind – obwohl die nichts für unseren Ärger können“. Ich ernte dann meistens nachdenkliche Zustimmung. Dabei geht es darum mitzukriegen wohin uns der Ärger führt, wenn wir ihn in uns nicht bewusst machen.

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