4. Januar 2022
Ausgehen

Eigenes Queeres Zentrum in Gifhorn: Verein braucht Startkapital

6000 Euro benötigt das Queere Netzwerk, das um Spenden bittet. Anträge auf finanzielle Unterstützung bei Kreis und Stadt liegen vor. Das ist geplant.

Der neue Vorstand des Queeren Netzwerks Gifhorn: Dominik Ruder mit seinen Stellvertretungen Katrin Matzat und Tyler Brian Rehse. Foto: Privat

Der neue Vorstand des Queeren Netzwerks Gifhorn: Dominik Ruder mit seinen Stellvertretungen Katrin Matzat und Tyler Brian Rehse. Foto: Privat

Das Queere Netzwerk Gifhorn drückt aufs Tempo. Nach der ersten Mitgliederversammlung seit der offiziellen Vereinsgründung hat der Vorstand unter Dominik Ruder die beim Brainstorming gesammelten Ideen für ein Queeres Zentrum in ein Konzept gegossen.

Die Vorstellung der Eckdaten ist verbunden mit dem Aufruf, zu spenden. 6000 Euro will beziehungsweise muss der Verein, der sich für die Belange von Schwulen, Lesben, Transgender und vielen weiteren Menschen mit einer anderen sexuellen und geschlechtlichen Identität abseits der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft einsetzt, als Startkapital zusammenbekommen.

Alles begann im November 2019 mit der ersten Jugendgruppe

Um mehr Präsenz für Gleichgesinnte, aber auch die breite, interessierte Öffentlichkeit zu zeigen, gründete Ruder im November 2019 in Gifhorn die erste Jugendgruppe für 14- bis 27-Jährige unter dem Namen Queere Wespen. Was Städte wie Braunschweig längst umgesetzt hatten, fehlte dem Gifhorner im Landkreis: eine zentrale Anlaufstelle, an der sich die LSBTIQ-Szene (Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter und queer) austauschen kann – in einem geschützten Raum, in dem sich jeder entfalten kann und verstanden fühlt.

Aus einem Nischenangebot haben sich mittlerweile weitere Gruppen gebildet, die sich entweder an die allgemeine queere Community richten oder an spezielle Gruppierungen innerhalb der Szene. So zielen die Queeren Wespen auf queere Jugendliche an, während die Trans-Füchse ein Angebot speziell für transsexuelle Kinder und Jugendliche ist. Gleiches gilt für Erwachsene in den Queer-Adults und die Trans-Adults-Gruppen.

Die Queer-Parents machen sich stark für die Belange der Regenbogenfamilien, also beispielsweise schwule und lesbische Paare beziehungsweise Eltern. Unter dem Titel „Queer Education“ engagieren sich Freiwillige aus dem Pädagogikbereich für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, während die Jugendgruppe „Queer & Religion“ einen Schutzraum für Menschen aus sehr religiös-konservativen Familien bietet. Unter „Gender Free“ versteht die Dachorganisation eine Gruppe für alle Menschen, die sich nicht auf männlich oder weiblich festlegen wollen. Es geht nicht um das biologische Geschlecht, sondern die eigene empfundene Geschlechtsidentität.

Autorin: Daniela König

Was der Verein noch erreichen will, lesen Sie im Plus-Artikel der Braunschweiger Zeitung.

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