13. Juli 2017
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Echt scharfes Start-Up

Vier Studenten bringen den „Mexikaner“ in den Supermarkt

Prost! Zusammen mit zwei Kommilitonen haben Jasper Brünette (links) und Oliver Kern den Mexikaner in Flaschen gefüllt. Foto: Maike Schulz

Meist mixen Wirte ihn selbst an, er schmeckt herzhaft-scharf und die Zutaten für das als Shot servierte Kultgetränk lauten: klarer Schnaps, Tomatensaft, Tabasco und Pfeffer. Die Rede ist vom „Mexikaner“.

Die vier Studenten Jasper Brünette, Oliver Kern, Max Brandt und Philipp Grimmel wollen den Tomatenschnaps jetzt in die Geschäfte bringen. „Papa Fuego“ heißt ihre Kreation, die anfänglich aus einem Party-Mitbringsel entstand.

Kultgetränk aus Hamburg

„Ich hatte den mal für den Geburtstag von meinem Bruder gemischt. Drei Wochen später dann nochmal für eine andere Party. Irgendwann haben die Leute immer gefragt, ob ich wieder den Mexikaner mitbringen kann. So kam mir die Idee“, erzählt Jasper. Da es das Getränk kaum in Flaschen zu kaufen gibt, sahen sie eine Marktlücke und so entstand die Start-Up-Idee.

Ursprünglich kommt das herzhafte Getränk aus Hamburg, wo ein Barkeeper in St. Pauli ihn erfand, um den Geschmack von billigem Obstbrand zu übertünchen, den er versehentlich gekauft hatte.

Einfach war die Umsetzung aber nicht, denn das deutsche Steuerrecht sieht vor: Als Spirituose gelten Getränke, die einen Alkoholgehalt von 15 Prozent oder mehr haben. Getränke mit weniger Alkohol werden als Alcopops klassifiziert und höher besteuert. „15 Prozent schmeckt man. Wir brauchten also eine Rezeptur, die den Alkoholgeschmack schwächt. Das war eine Herausforderung“, erklärt Oliver.

„Wir machen alles selbst!“

Neben den Zutaten steckt in den Flaschen auch viel Aufwand. „Wir machen alles selber.“, erzählen sie stolz. Die angehenden Wirtschaftsingenieure produzieren den Schnaps in der Küche eines befreundeten Gastronomen, mahlen den Pfeffer, füllen die Flaschen ab und etikettieren sie. „Zusätzlich müssen wir zum Beispiel alle Zutaten dokumentieren, damit wir wissen, wo wir was verarbeitet haben. Es kann ja sein, dass ein Lieferant Ware zurückruft“, erklärt Oliver.

Das scharfe Getränk servieren die Studenten auf Veranstaltungen wie der Kulturnacht oder beim Summertime-Festival in Wolfenbüttel und verteilen Probeflaschen an Bars und Kneipen. Ihr Ziel ist es, ihren Schnaps auch in Supermärkten zu vertreiben. Neue Kreationen sind auch schon in Planung: die nächste Version soll deutlich schärfer werfen!

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