4. Januar 2022
Szene-News

Die „Grüne Berta“ in Achim im Landkreis Wolfenbüttel hat nun eine kleine Berta

Julia-Madeleine Lüttge stellt die Produkte selbst her – und hat nun endlich ein richtiges Kälbchen namens Berta.

Die kleine Berta hat Julia-Madeleine Lüttge von der Grünen Berta in Achim selbst auf die Welt gebracht. Foto: Lukas Dörfler

Die kleine Berta hat Julia-Madeleine Lüttge von der Grünen Berta in Achim selbst auf die Welt gebracht. Foto: Lukas Dörfler

Unzählige Hühner folgen Julia-Madeleine Lüttge, als sie an dem Gehege vorbeigeht. An dem mobilen Stall öffnet sie eine Klappe. Hier liegen die Hühner gemütlich in ihren Dinkelspelznestern und legen ihre Eier. Mit den Hühnern begann für Julia-Madeleine, die die Grüne Berta in Achim betreibt, alles. Dabei hat sie ursprünglich einen ganz anderen Weg eingeschlagen.

Auf dem Hof in Achim ist Julia-Madeleine aufgewachsen. Den Traum, eine eigene Mutterkuhherde zu haben, hatte sie schon lange. Ihre Mutter erwartete nie, dass sie den Hof weiterführt. „Mach, was du möchtest“, sagte sie zu ihr. So orientierte sich die heute 32-Jährige zunächst in eine ganz andere Richtung, machte eine Ausbildung zur Automobilkauffrau, studierte BWL.

Von Volkswagen zur Arbeit mit Hühnern

Mit Hühnern begann für Julia-Madeleine Lüttge in Achim alles. Foto: Lukas Dörfler
Mit Hühnern begann für Julia-Madeleine Lüttge in Achim alles. Foto: Lukas Dörfler

Im Rahmen des Studiums arbeitete sie unter anderem bei Konzernen wie VW und Bugatti. Sie saß von morgens bis abends im Büro vor ihren Excel-Tabellen. „Irgendwann fragte ich mich, ob ich wirklich so bis zur Rente weitermachen will. Schnell war mir klar: Ich will mehr – eigene Ideen umsetzen“, sagt sie.

2019 ist sie bereit, alles über den Haufen zu werfen. Sie spricht mit ihrer Mutter, pachtet Flächen von ihr und gründet ihren eigenen landwirtschaftlichen Betrieb. Zunächst startet sie mit rund 40 Hühnern statt mit einer Kuhherde. „Ich habe mich damals gefreut wie ein kleines Kind“, sagt sie. Die Liebe zu ihrer Arbeit ist ihr anzumerken, ihre Augen leuchten, wenn sie von ihr spricht.

Autor: Lukas Dörfler

Wie der Hofladen entstand und wie Julia-Madeleine die kleine Berta zur Welt brachte, lesen Sie im Plus-Artikel der Braunschweiger Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Sido rappt Ende Juli 2022 im Braunschweiger Raffteichbad

Wolfenbüttel hat jetzt einen Unverpackt-Laden

Eigenes Queeres Zentrum in Gifhorn

Auch interessant