15. Juli 2022
Lifestyle

Das ist die ultimative Festival-Packliste

Rocken am Brocken im Harz oder Watt en Schlick in Varel: Die Festivalsaison ist in vollem Gange. Mit dieser Liste vergesst Ihr im Gepäck nichts mehr.

Besucher tanzen vor der Hauptbühne des Elektro-Festivals «Airbeat One». Das Festival ist eines der größten elektronischen Musikfestivals Norddeutschlands. Um immer fresh auszusehen, ist Vorbereitung wichtig - unter anderem mit einer Packliste. Bildcredit: Jens Büttner/ picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Echte Festival-Fans haben ihre Packliste mittlerweile sicherlich perfektioniert – wie auch unsere Kolleginnen und Kollegen. Doch die nächsten Partys kommen schneller als gedacht: Deichbrand Festival, Parookaville Festival oder Rocken am Brocken. Damit euch beim nächsten Besuch dieser Musik-Events nichts fehlt, haben wir eine Packliste zusammengestellt.

Es ist Festival-Zeit in Deutschland. Fast jedes Wochenende steigen die größten Musik-Events – auch im Norden Deutschlands und unserer Region. Vom 4. bis 6. August heißt es im Harz wieder: Rocken am Brocken. Vom 29. bis 31. Juli steigt in Varel das Watt en Schlick Fest. Damit die Festival-Stimmung nicht von vergessenen Utensilien getrübt wird, haben wir euch eine Packliste zusammengestellt. Egal ob Regen oder Sonne: So seid ihr bestens und mit dem Wesentlichen ausgestattet und könnt euch aufs Feiern konzentrieren!

Zum Vorglühen perfekt geeignet: Diese Bars solltet ihr in unserer Region besucht haben. 

Die ultimative Gepäckliste für den nächsten Festival-Besuch:

Das gehört ins Basecamp

•Faltbare Flaschen

•Alkohol (in Dosen oder umgefüllt in Plastikflaschen)

•Konserven, Grillgut, Toast, Banane, Müsliriegel, Instantkaffee, Ketchup

•Becher, Teller, Schale, Besteck (alles möglichst leicht)

•Flaschenöffner, Dosenöffner

•Küchenrolle

•Stabfeuerzeug

•2 Einmalgrills

•Alufolie

•Campingstuhl

•Zelt (möglichst Wurfzelt)

•Luftmatratze oder selbstaufblasbare Isomatte

•Schlafsack

•Vorhängeschloss

•Stabile Müllsäcke

•Topf

•Campingtisch

•Spülmittel und Schwamm

•Campingkocher mit Gaskartusche

•Kühlbox

Hygienebedarf in Reisegröße:

•Zahnbürste, Zahnpasta

•Duschgel, Shampoo

•Handtuch

•Deo

•Spiegel

•Trockenshampoo

•Haarbürste

•Sonnencreme, Après-Lotion

•Klopapier oder Taschentücher

•Feuchttücher

•Haargummi

Diese Kleidung gehört ins Festival-Gepäck:

•feste Schuhe und Flipflops

•Regenponcho/Regenjacke

•Kopfbedeckung

•Kleidung für alle Wetterlagen

•Unterwäsche

•Bikini/Badehose

•Sonnenbrille

Das gehört in die Festival-Apotheke:

•Kondom/Pille

•Brille/Kontaktlinsen

•Gehörschutz/Ohrstöpsel

•Pflaster, Verbandszeug

•Insektenspray

•Desinfektionsmittel

•Medikamente gegen Schmerzen, Durchfall, Übelkeit

Gummis sind auf Festivals ein Muss

Ich würde nie mehr ohne die Gummis auf ein Festival fahren. Nein, ich rede nicht von Kondomen, sondern von etwas noch viel Essenziellerem: Gummistiefel! Denn nichts hätte ich mir sehnlicher gewünscht, als ich 2016 bei Rock am Ring innerlich weinend mit meinen Sneakern im Schlamm stecken blieb. Was war passiert?

In der Eiffel war während des Festivals ein Gewittersturm losgebrochen. Als wir an der Hauptbühne die Rockband Tenacious D bejubelten, schlugen plötzlich Blitze in die Bühne ein. Das Festival, das in dem Jahr auf einem Acker bei einem Flugplatz in Mendig stattfand, versank im Schlamm – unsere Zelte und unsere Schuhe gleich mit. Das Unwetter führte zum Abbruch – überstürzte Räumung inklusive. So mussten wir unsere Habseligkeiten kilometerweit durch den Matsch zum Auto tragen. Hätten ich bloß Gummistiefel eingepackt! Die Sneaker, die ich damals trug, habe ich übrigens, zuhause angekommen, direkt in der Mülltonne versenkt.

Immer im Festival-Gepäck dabei: Powerbank

Das Lieblingslied, das live so viel besser klingt, der Team-Sieg beim Flunkyball oder der Gesichtsausdruck der besten Freundin beim morgendlichen Konterbier: Festivals sind voller einmaliger Erlebnisse, die es wert sind, festgehalten zu werden.

Das Handy ist also ein wichtiger Begleiter – und sei es, um nachts den Weg zum nächsten Dixi-Klo zu finden und dabei nicht über jede der fast unsichtbaren Zeltspannleinen zu stolpern. Deshalb empfiehlt es sich, zwei geladene, leistungsstarke Powerbanks mit aufs Festival zu nehmen – um das Handy wieder aufzuladen oder die Bluetooth-Box zu betreiben. Denn was wäre ein Festival ohne Pausen im Camp mit dem entsprechenden Soundtrack?

Und wer auch am dritten Tag des Extrem-Camping-Ausflugs noch vorzeigbar aussehen will (vielleicht weil er oder sie auf dem Festival auf Partnersuche ist), dem sei gesagt: Mit einer Powerbank lässt sich auch ein USB-Glätteisen oder -Lockenstab betreiben. Thank me later!

Ohrenstöpsel Olé: Warum Florian Arnold auf den Hörschutz steht

Nichts gegen laute, den ganzen Körper mitreißende Musik unter freiem Himmel. Und nichts dagegen, sie im Kollektiv zu genießen – Festivals sind ja vor allem auch ein Gemeinschaftserlebnis. Aber irgendwann so gegen zwei Uhr morgens hört der Spaß auf. Bei mir zumindest. Ich will ja noch ein bisschen Schlaf und Energie für die nächsten Tage tanken.

Auf dem Zeltplatz ist das nicht unbedingt Mehrheitsmeinung. Und selbst wenn nur eine Minderheit bis zum nächsten Morgen durchfeiern will: Die ist laut. Und meist nicht zu stoppen, da im Rudel unterwegs. Ein krasser Fall waren die stumpfen Zelt-Nachbarn aus Verden vor Jahren beim „Hurricane“ in Scheeßel. Die schossen sich nächtelang zum Begleitprogramm von einem Song in Endlosschleife ab: „Saufen“ in der Version der „Schröders“. Widerspruch zwecklos, da zahlenmäßig unterlegen. Meine Freundin hatte Ohropax dabei – ich bin ihr heute noch dankbar.

Was muss ins Festival-Gepäck: Kokain oder Rollator?

Dass ich alt werde, merkte ich neulich nach der ersten Festivalnacht. Ich war so hin, dass ein Kurheim attraktiver wirkte als knappe drei weitere Tage mit Musik, Kultur, netten Menschen und Hirn-Urlaub. Ich war körperlich fertig. Muskelkater in den Beinen, Rücken, schlecht geschlafen, die ganze Zeit die Lautstärke und alles war mühsam.

Richtige Toiletten? Weit weg. Essen? Ein gefühlter Tagesmarsch. Und auf diesem hielt ich ständig Ausschau nach Sitzgelegenheiten. Der niedrige Energielevel ist nicht nur die Konsequenz des Alters, sondern auch Folge des pandemiebedingten Bewegungsmangels.

Aber bin ich da der einzige? Wie machen das die anderen? Ganz einfach: Drogen. Wahlweise Alkohol, der motiviert ja durchaus. Oder es gibt Kokain zum Frühstück, das bringt auch nach vorn. Die merken die Konsequenzen dann später. Aber Drogenkonsum kommt für mich so wenig infrage, wie auf Festivals zu verzichten. Ich werde also einen Rollator brauchen…

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