8. Februar 2022
Kino

Darum lief es im Filmpalast in Wolfenbüttel die letzten Monate so gut

Der Januar ist hingegen generell schwierig für Kinos. Chyar Hesko erklärt, warum das so ist.

Den Filmpalast betreibt Chyar Hesko gemeinsam mit seinem Bruder.

Den Filmpalast betreibt Chyar Hesko gemeinsam mit seinem Bruder. Foto: Lukas Dörfler

Eine kühle Cola in der Hand, der Duft von frischem Popcorn und dazu die große Leinwand: Egal ob großer Blockbuster, Familienfilm oder ein deutscher Streifen – ein Kinobesuch ist für viele etwas ganz Besonderes. Doch auch die Kinos kämpfen mit der Corona-Krise. Chyar Hesko vom Filmpalast Wolfenbüttel ist sich aber sicher: 2022 wird ein tolles Filmjahr. Und selbst die Streamingdienste wie Netflix machen ihm keine Angst.

Hesko arbeitete eigentlich in der Immobilienbranche. Ein Kino zu betreiben, war schon lange sein Traum. Hesko liebt Filme, hat zu Hause um die 1000 Blu-rays und DVDs. Er sagt: „Ich habe jeden Tag einen Film geschaut und war mindestens zweimal in der Woche im Kino.“ Als Vorbesitzer Karsten Mönkemeyer Nachfolger sucht, wird ein Kontakt hergestellt. Im Oktober 2018 übernehmen Chyar und sein Bruder Bengin Hesko dann den Filmpalast. Der Traum wird wahr.

„Die beste Zeit, um ins Kino zu gehen“

Chyar Hesko vom Filmpalast in Wolfenbüttel liebt Filme. Foto: Lukas Dörfler
Chyar Hesko vom Filmpalast in Wolfenbüttel liebt Filme. Foto: Lukas Dörfler

Die Brüder versuchen, das Kino größtenteils so weiterzuführen wie bisher, modernisieren nur hier und da ein wenig. „Wir sind sehr familien- und kundenorientiert und versuchen die Preise so moderat wie möglich zu halten“, sagt Chyar Hesko. „Mit uns kann man auch immer über die Filme quatschen und sich Tipps abholen. Im Gespräch sind wir da brutal ehrlich und sagen auch, was uns nicht gefällt.“

Die Entscheidung, ein Kino zu betreiben, habe er keine Sekunde bereut. Die letzten beiden Corona-Jahre seien nicht einfach gewesen. Eine volle Auslastung ist auch derzeit nicht möglich. Im Kino herrscht die 2G-Regel, es gibt Abstände zwischen den Plätzen, und die Maske darf am Sitzplatz abgenommen werden – Popcorn kann also gegessen werden. „Jeder hat wirklich viel Platz im Saal – eigentlich die beste Zeit, um ins Kino zu gehen“, sagt Hesko.

Die Streamingdienste bereiten dem Filmpalast keine Sorgen

Allerdings wäre es ohne die Corona-Hilfen schwierig geworden. Doch Ende 2021 sei es schon fast wieder ein bisschen wie früher gewesen. Hesko sagt: „Die letzten beiden Monate haben richtig Spaß gemacht. So kann es weitergehen.“ Bei der Ladies-Night wurde es sogar so voll, dass die Veranstaltung um einen Saal erweitert werden musste. Der Januar sei aber dennoch immer ein bisschen schwierig. Die guten Filme kämen oft vor Weihnachten in die Kinos, dann gebe es im März wieder ein Hoch.

Warum auch Streamingdienste wie Netflix dem Filmpalast keine Angst machen und warum 2022 ein gutes Filmjahr wird, lest ihr auf den Portalen der Braunschweiger Zeitung.

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