8. Mai 2022
Szene-News

Braunschweiger bauen Tiny Houses für Harz-Urlauber

Aus alten Seecontainern werden Ferienwohnungen für eine naturnahe Auszeit im Grünen – Drei Gründer starten das Projekt in Hahnenklee.

Sie sind das Team von „Cozy Cabins“, das Container als Ferienwohnungen in Hahnenklee aufbauen will: Stefanie Rümmler (von links), Madeline Krause und Robin Krause. Foto: Cozy Cabins

Sie sind das Team von „Cozy Cabins“, das Container als Ferienwohnungen in Hahnenklee aufbauen will: Stefanie Rümmler (von links), Madeline Krause und Robin Krause. Foto: Cozy Cabins

Seecontainer mitten im Harz. Was sich nach Warenumschlag anhört, hat ganz und gar nichts mit dem weltweiten Handel zu tun. Oder, wenn man so will, ganz am Rande. Denn die Container haben durchaus die Weltmeere bereist, jetzt aber sind sie gekommen, um zu bleiben: als Tiny Houses in Hahnenklee, die als Ferienwohnungen vermietet werden sollen. Die Idee dazu hatten die gebürtigen Braunschweiger Madeline und Robin Krause, die in Bortfeld wohnen, sowie Stefanie Rümmler, die in Thale im Harz groß wurde und heute in Berlin lebt.

Ab Herbst wollen die jungen Gründer mit ihrem Unternehmen „Cozy Cabins“ auf einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück im Westen von Hahnenklee zwei Container-Tiny-Houses über das Online-Portal „Airbnb“ anbieten. „Es gibt viele Möglichkeiten, im Harz unterzukommen“, sagt Rümmler. Mit „Cozy Cabins“ wollen sie eine „coole“ Alternative bieten. In den zwölf Meter langen Containern wird sich auf 25 Quadratmetern ein separates Schlafzimmer, ein Bad und ein Küchen-Wohnraum befinden. Gedacht sind sie für zwei Personen, mit Option auf eine dritte, beispielsweise ein Kind. Auch eine Terrasse soll es geben. Auf dem Grundstück werden sie rund 20 Meter voneinander entfernt stehen und so, „dass man sich nicht auf den Teller schauen kann“, sagt Rümmler.

Nah am Wald, nachhaltig gebaut

Derzeit werden die Seecontainer von einer Firma im Wendland zu Tiny Houses ausgebaut. Parallel holen sie Angebote für den Tiefbau ein, da das Grundstück, das wenige Meter vom Waldrand entfernt aber als Baulücke zwischen Wohnbebauung liegt, noch nicht erschlossen ist. „Wir wollen aber so wenig wie möglich in die Natur eingreifen“, sagt Robin Krause. Deshalb werden die Container beispielsweise auch aufgeständert und nicht direkt auf den Boden gesetzt, der dafür verdichtet werden müsste. Auch legen die Gründer Wert darauf, dass die Container mit nachhaltigen Materialien ausgebaut werden. So werde beispielsweise auf eine erdölbasierte Dämmung verzichtet, auch wenn sie raumsparender sei als die Dämmung mit Naturmaterialien.

Autorin: Katharina Lohse

Den ganzen Text lest ihr bei der Braunschweiger Zeitung.

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