31. März 2022
Ausgehen

Betreiber des Laut Klubs blicken zuversichtlich in die Zukunft

Der Braunschweiger Club hat seit Anfang März unter strengen Auflagen wieder geöffnet. Darum war Corona für den Trägerverein eine Berg- und Talfahrt.

Der 34-jährige Michael Ehrke betreibt die Bar im Laut Klub und ist im Trägerverein engagiert.

Der 34-jährige Michael Ehrke betreibt die Bar im Laut Klub und ist im Trägerverein engagiert. Foto: Marvin Weber

Nach über zwei Jahren Pandemie laufen die Betreiberinnen und Betreiber des Braunschweiger Technoclubs „Laut“ auf dem Zahnfleisch. „Kaum Einkommen, unstetige Corona-Regeln und stressige Öffnungen haben uns sehr belastet“, sagt Michael Ehrke. Der 34-Jährige betreibt die Bar im „Laut“ und leitet im Trägerverein die Sparte „Kunst und Kultur“ und kümmert sich um das Geschehen rund um den Clubbetrieb. Als wir ihn zum Interview treffen, scheint die Sonne, der Frühling steht in den Startlöchern – und damit ist auch ein Licht am Ende des Tunnels für den Club zu sehen.

Öffnung unter strengen Auflagen

Seit Anfang März hat das „Laut“ unter strengen Corona-Auflagen geöffnet. Für alle Gäste gilt die 2G+- Regel. Auf der Tanzfläche besteht Maskenpflicht. Absetzen darf man den Mundschutz nur, wenn man sitzt oder „konsumiert“, wie Ehrke erklärt. Was genau darunter falle, sei zwar geregelt, in der Realität aber schwer durchzusetzen. „Was passiert zum Beispiel mit einem Pärchen, das sich küsst? Zählt das als Konsum oder sollen wir hier dazwischengehen und ihnen die Maske aufsetzen“, fragt Ehrke.

Die Berg- und Talfahrten der letzten beiden Jahre haben den Verein auch einige Mitglieder gekostet. Gerade als im Sommer 2021 die Corona-Regeln sehr schnell fielen, betreuten die meist ehrenamtlichen Mitglieder drei Veranstaltungen an einem Tag. Hier hätte sich Michael Ehrke persönlich eine klarere Linie gewünscht, was die Corona-Verordnungen betrifft: „Die Organisation von Events ist unglaublich schwierig, wenn sich jeden Monat Teile der Verordnungen verändern. Selbst als Profis sind wir kaum hinterhergekommen.“

Ardagh Group unterstützt Trägerverein

Besonders dankbar sind die Mitglieder des Vereins der Ardagh Group Braunschweig, die dem „Laut Klub“ seine Räume vermietet. „Unsere Vermieter waren während der Pandemie sehr kulant und haben uns wirklich mitgerettet, indem sie uns mit der Miete sehr entgegengekommen sind“, wie Ehrke sagt. „Sie unterstützen unsere Arbeit und sind froh, dass wir Kultur auf einer Fläche machen, die sonst brach liegen würde.“ Trotz allem stehen noch Herausforderungen vor dem Verein. Noch sind einige Schulden offen. Deswegen wurde auch der Eintrittspreis für den Clubbetrieb von 10 auf 15 Euro gehoben. Die Existenz sei allerdings erstmal gesichert. Damit kann der Verein positiv in die Zukunft blicken.

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