Stilechter Sixties-Sound – Szene38
9. Dezember 2016
Party-Tipps

Stilechter Sixties-Sound

Das Mod-Trio Monoklub spielt am 10.12.2016 im Nexus

Diese Hamburger Jungs huldigen dem coolen, rauen Sound der British Invasion aus den 1960er Jahren. Foto: Ben Seidel

Im Kultfilm „Quadrophenia“ würden diese drei Hamburger eine verdammt gute Figur machen. Vom Scheitel über das Button-Down-Hemd, Fred-Perry-Shirt bis hin zur Kreppsohle haben sie sich dem coolen, rauen Sound der British Invasion aus den 1960er Jahren verschrieben – als sich die erste Mod-Bewegung in England auf ihrem Höhepunkt befand und Bands wie The Who und die Rolling Stones noch gebrannt haben, bevor sie zur Karikatur ihrer selbst wurden. Einer Zeit in der London noch richtig dreckig war und von der Arbeiterklasse beherrscht wurde.

Einer Zeit in der viele Jungs ihrem elenden Alltag und spießbürgerlichen Leben mit Motorrollern, Pillen und Schlägereien entfliehen wollen. Und Brighton Beach als einen Zufluchts- und Sehnsuchtsort auserkoren. Das alles und noch viel mehr schwingt auch im Sound von Monoklub mit. Das lässige Mod-Trio spielt stilechten Sixties-Sound mit deutschen Texten, was ihre anglophile Attitüde in gewisser Weise originell erscheinen lässt. In den Texten geht es um Verzweiflung, Hoffnung, Lebenslust, aber auch um Sex und Tod – immer mit der nötigen Tendenz zur Selbstironie und kühlen, hanseatischen Charme. Am 10.12., 21 Uhr, treten Monoklub, zusammen mit Doesn’t Rhyme With King, die Indie-Pop, Stoner Rock und Grunge spielen, im Nexus in der Frankfurter Str. 253 auf. Eine energetische musikalische Reise in die Vergangenheit.

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