Freestyle-Session mit dem Battleking – Szene38
30. Juni 2016
Party-Tipps

Freestyle-Session mit dem Battleking

Laas Unltd. gastiert als Special Guest bei "Freestyle Battle" im Eulenglück.

Gibt ein Konzert bei der "Freestyle Battle" in der Eule: Der Berliner Rapper Laas Unltd. Foto: Veranstalter / oh.

Achtung: Der Veranstalter hat die Party aus organisatorischen Gründen kurzfristig abgesagt!


Seit einigen Jahren schon engagiert sich das Point 54 Studio in der hiesigen Rapszene. Nun wird die erste „Freestyle Battle“ gestartet: Am Freitag den 1. Juli messen sich die Rapper der Region im Eulenglück.

„Ihr habt Skills am Mic, seid bereit für unsere Crowd und werdet in eurem Freundeskreis schon lange als der heißeste Newcomer gehandelt?“ – mit diesen Worten machte das Studio auf die Aktion aufmerksam. Interessierte konnten sich vorab bewerben: Am Abend selbst müssen sie sich vor dem Publikum beweisen. Wer das Battle für sich entscheidet, darf sich über folgende Gewinne freuen: 200 Euro Preisgeld, ein Support-Slot bei einem Konzert, eine Studiosession sowie ein Shure SM58-Microphon. Shirts von Point 54 und It’s all good gibt es obendrauf – natürlich auch „Fame auf der Straße“, so die Initiatoren schmunzelnd.

Special Guest: Der Battleking persönlich

Seitdem Lars Hammerstein alias Laas Unltd. 15 Jahre alt ist – und das liegt nun schon rund 20 Jahre zurück – sieht man ihn auf Jams. Er war Teil des legendären „Stammtisch“, veröffentlichte zwischen 2007 und 2014 rund ein Dutzend Tonträger, spielte mit Savas in unzähligen Städten dieses Landes und trug das legendärste Live-Battle Deutschlands im Rahmen von „Rap am Mittwoch“ aus. Dieser im westfälischen Gütersloh geborene und heute in Berlin lebende MC hat schon vieles feiern können, vieles gemacht und vieles gesehen. Und gehört. Über ihn. Von den Leuten, die diesen ambitionierten und kampflustigen MC nicht leiden konnten. Die zu seinen Shows kamen, um daraus ihre Videoblogs zu machen; die sich über seine Liebe zum Rap lustig machten und trotzdem nicht gegen ihn battlen wollten. Die ihm die Hand gaben, nur um hinter seinem Rücken gegen ihn zu agieren.

„#Madrapper“: Zuerst war da die Wut, dann dieser Hashtag auf Twitter, schließlich dieser Song. Ein kleiner Teil einer größeren Abrechnung die auf „Daemon“, dem nunmehr sechsten Soloalbum von Laas Unltd., zu spüren ist. Doch Laas markiert nicht den bellenden, aber nicht beißenden Hund, der wütend mit haltlosen Vorwürfen und Beleidigungen um sich wirft. Laas zeigt, wie immer schon in seiner Karriere, die Skills eines MCs und verkörpert den Battle-Rapper mit Hunger, Wut und Technik. Und doch schwingt die Intelligenz eines erwachsenen Familienvaters mit. Denn hört man genau hin, wenn der Berliner sich mit der gesamten deutschen Rapszene beschäftigt, dann beschäftigt er sich auch mit sich selbst. Mit seinen eigenen Schwächen, seinen eigenen Verfehlungen, seinen eigenen, nicht erfüllten Erwartungen, mit seinem Selbstzweifel. Es ist ein Anti-Image. Es ist nahbar. Sympathisch. Es ist menschlich.

Aftershow mit „It’s all good“-Machern

Für einen feierlichen Abschluss der Nacht sorgen DJ Fourteen und Kid Kapone, Veranstalter von „Code of the Streets“ und „It’s all good“. Während der Battle feuern sie die Freestyle-Instrumentals ab – danach gibt es die besten Hip-Hop-Perlen der vergangenen Jahrzehnte zu hören. Gestartet wird um 23 Uhr, Details sind bei Facebook zu finden.

Auch interessant