Verträumt und schwelgerisch: In My Days

Die Band kommt mit britisch geprägtem Euphorie-Pop am 9. Februar live nach Braunschweig.

Coole britische und schwedische Pop-Bands haben im gefühlvollen Sound von In My Days aus Magdeburg ihre Spuren hinterlassen. Foto: Undercover/Daniel-Halangk.

Gut Ding will Weile haben. Oder: Manches dauert eben etwas länger. So wie die Entwicklung der Band In My Days. Angefangen als Nirvana-Coverband mit der Verschiebung zu krediblen britischen Indie-Rock und -Pop bis hin zu ihrem Debütalbum „Dream Out Loud“, das Ende Mai 2018 erschien, sind schlappe neun Jahre vergangen.

In My Days: Die sympathische Band von nebenan

Geblieben ist in dieser langen Zeit die Freundschaft von Dennis Zwickert (Gesang, Gitarre und Synthesizer), Charlie Schröder (Bass und Zweitstimme) und Tino Finke (Schlagzeug). Man kennt sich und auch die Macken des jeweils anderen. Die drei Bandmitglieder sind gemeinsam in der Börde aufgewachsen, sind dort zusammen zur Schule gegangen – und haben eine „Vorstadtband“ gegründet. Mittlerweile ist das freundliche, bescheidene und unspektakuläre Trio textlich und musikalisch gereift. Und somit bereit dafür Deutschland mit ihrem Sound Deutschland zu erobern. Kein aufgesetzten Lautsprecher, grellen Selbstdarsteller oder Hipster-Poser, sondern authentische Typen. Einfach eine sympathische (Magdeburger) Band von nebenan.

Inspiration von Brit-Pop-Helden wie Coldplay & Co.

Die drei hochgewachsenen Jungs klingen mit ihrem schwebenden und schwelgerischen, verträumten und melancholischen Indie-Pop-Sound mit elektronischen Elementen, wie zum Beispiel auf der gefühlvollen Single „Invisible“ und der etwas dynamischeren Auskopplung „Counting Up The Nights“, weniger nach Sachsen-Anhalt sondern vielmehr nach Leeds, Bradford und London. Soll heißen: Brit-Pop-Helden wie Coldplay oder Embrace, aber auch schwedische Bands wie Kent, haben im Sound von In My Days schöne, tiefe Spuren hinterlassen. Aber das sind ja nicht die schlechtesten Bezugspunkte und Inspirationen für eine vielversprechende Gruppe, die man sich am 9. Februar 2019, 20 Uhr, im Eulenglück Braunschweig angucken sollte.

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