Simple Minds „Celebrating 40 Years of Hits Live“ – Szene38
16. Januar 2020
Konzert-Tipps

Simple Minds „Celebrating 40 Years of Hits Live“

Die wandelbare schottische Breitwand-Pop-Band spielt Songs wie „Don’t You“ im März 2020 in Hannover

Simple Minds: Jim Kerr & Co. haben sich in ihrer vierzigjährigen Karriere musikalisch immer wieder neu erfunden und viele Hits erschaffen. Foto: FKP Scorpio

Eine der erfolgreichsten, aufregendsten und wandelbarsten Bands Schottlands sind die Simple Minds. Im Jahr 1978 entsprangen sie in Glasgow aus den Überresten der Punkband Johnny & The Self Abusers.

Der Bandame stammt von einem David-Bowie-Song

Ihren Namen entlehnte die Gruppe einer Textzeile des David-Bowie-Songs „The Jean Genie“. Wie der facettenreiche britische Ausnahmekünstler veränderten sich auch Simple Minds immer wieder musikalisch über die Jahrzehnte. Ihr Debüt-Album „Life in a Day“ aus dem Jahr 1979 war noch stark vom Punk-Spirit beeinflusst. Auf „Real To Real Cacophony“ (1979) und vor allem dem brillanten „Empires And Dance“ (1980) experimentierte die Band mit elektronischen Sounds und treibenden Rhythmen. Mit dem zeitlosen, großartigen Song „I Travel“ schuf man eine Blaupause für Techno.

Experimentelle, elektronische, fast Soundtrack-artige Werke

Trotz mäßigen kommerziellen Erfolgs weckten die kreativen Schotten damals das Interesse von Ex-Genesis-Frontmann Peter Gabriel. Der nahm Jim Kerr (Gesang), Charlie Burchill (Gitarre), Derek Forbes (Bass), Brian McGee (Schlagzeug) und Michael McNeil (Keyboards), die damals die Gruppe bildeten, mit auf seine Europatournee im Vorprogramm. Mit den Alben „Sons and Fascination“ und „Sister Feelings Call“ veröffentlichten die Simple Minds im Jahr 1981 experimentelle, elektronische, fast Soundtrack-artige Werke, die aber auch großartige Pop-Höhepunkte enthalten. Der unterkühlt-pluckernde „Love Song“ und „The American“ sind die zeitlosen Hits der beiden Alben.

„New Gold Dream (81, 82, 83, 84)“ – das melancholische Pop-Meisterwerk

Im Jahr 1982 gelang der Band dann endlich der ersehnte internationale Durchbruch: „New Gold Dream (81, 82, 83, 84)“ ist das hymnische, melancholische Pop-Meisterwerk betitelt, dass es in England auf Platz 3 der Album-Charts schafft – und 54 Wochen lang dort auch verweilte. Songs wie „Someone Somewhere (in Summertime)“, „New Gold Dream (81/82/83/84)“ und die Hit-Single „Promised You A Miracle“ sind wunderbare Wave-Pop-Perlen.

Die Nummer-eins-Alben „Sparkle in the Rain“ und „Once Upon a Time“

„Sparkle in the Rain“ setzte den Erfolgsweg 1984 fort. Das von Steve Lillywhite produzierte Breitwand-Rock-Album katapultierte sich auf Platz 1 in England und hat dort bis heute Dreifach-Platin verkauft. Auch der Album-Nachfolger „Once Upon a Time“ (1985) erreichte Platz 1 in England (Dreifach-Platin) sowie Platz 10 in den USA und Platz 5 in Deutschland. Zudem wird die Anfang 1985 veröffentlichte Single „Don’t You (Forget About Me)“ aus dem Soundtrack von „The Breakfast Club“ ein weltweiter Hit. Der Song hat über 156 Millionen Aufrufe bei YouTube!

Mit dem sozialkritischen Album „Street Fighting Years“ auf dem Karrierehöhepunkt

Mit ihrem politischen, sozialkritischen Album „Street Fighting Years“ kamen die Simple Minds im Jahr 1989 auf dem Höhepunkt ihres kommerziellen Erfolges an. Es gab Platz-eins-Platzierungen in England, Deutschland und der Schweiz. Zwar liefen auch „Real Life“ (1991) und „Good News from the Next World“ noch gut, doch so erfolgreich, mutig und kreativ wie bis Ende der Achtziger Jahre waren die Simple Minds nicht mehr.

60 Millionen verkaufte Tonträger, 40-Jahre-Hits-Tour

Dennoch hat die vielfach verändernde Gruppe musikalische Maßstäbe gesetzt, bis dato 60 Millionen Tonträger verkauft und die größten Stadien der Welt bespielt. Eine Erfolgsgeschichte, die mittlerweile vierzig Jahre lang läuft. Im Rahmen ihrer Tour „Simple Minds – Celebrating 40 Years of Hits Live“ kann man Sänger Jim Kerr & Co. am Mittwoch, 18. März 2020, 20:00, in der Swiss Life Hall Hannover live erleben. Tickets für das Konzert bekommt man unter anderem unter Konzertkasse.de.

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