Neues vom Nexus – Szene38
11. Oktober 2016
Konzert-Tipps

Neues vom Nexus

Laute Nächte in der Konzertreihe im Braunschweiger Kulturzentrum

Die Band Forkupines (v.l. Christian, Skotty und Jens) tourten bereits drei Mal durch Europa und spielten als Support bei Honningbarna, Kmpfsprt u.v.w. Foto: Frank Tobian

Punkrock, Metal, Gothic, Swing – ordentlich laut wird‘s kommenden Monat, wenn das Veranstaltungszentrum Nexus zur November-Konzertreihe lädt. Mit dabei sind neben lokalen Krachmachern auch weitgereiste Punkrock-Bands…

Streng geheim

Bemerkenswerte Kombination: „Deutschpunk ist es nicht, Schlager auch nicht aber alles dazwischen und so Sachen drum rum wie Gothic, Chanson und Swing!“ Genau das zeigt Maik Dornberger, alias Der Streng Geheime Designer, der bisher mit der Nürnberger Punkrock-Gruppe Genetiks unterwegs war. Am 3. November steht er in verkleinerter Besetzung in Braunschweig auf der Bühne.

Drei Bands zur fünften Jahreszeit

Wenn sich die Jecken wieder in Schale schmeißen und eingängige Parolen unters Volk bringen, ist es wieder soweit: Die fünfte Jahreszeit bricht an und das heißt – Karneval! Wer da nicht auf dem Kölner Heumarkt steht, feiert kurzerhand im Nexus; mit The One, Forkupines und GRMM kommen gleich drei Punkbands am 11. November nach Braunschweig.

Inspiriert von Against Me!, Foo Fighters, Bad Brains, Queen und Torfrock startet der Abend mit den vier Kieler MusikerInnen von The One. Sie spielen kraftvollen und melodiösen Punk und erinnern zum Teil an die Jungs von Pascow.

Weiter geht’s mit Forkupines: Die Hardcore-Band aus Braunschweig gründete sich im Jahr 2011 – und war seitdem auf drei Europatourneen unterwegs. Sie kommt mit einer Mischung aus Punk, Post-Hardcore, Pop und Emo daher und lieferte bereits Supportauftritte für Kmpfsprt, Idle Class, Honningbarna, The Prosecution und Smile & Burn.

Mehr vielversprechendes Punkpotenzial aus Braunschweig gibt’s mit GRMM! Die Newcomer sind in Alternative und Emo-Punkrock zu Hause und spielen jetzt im Nexus!

Selbsternannt und ziemlich laut

Der 19. November vereint erneut drei Bands in Braunschweig: The Broken Tapes, Frantic Tornado und die Graceful Honeyeaters.

Erstere sind die bisher einzige Whiteboard-Punkband. Und das liegt daran, dass sie den Begriff selbst erfunden haben. Und das kam so: Die Band aus der Gegend von Peine arbeitet nämlich nach genauer Aufgabenteilung samt Punktesystem für interne Entscheidungen – und das wurde per Whiteboard im Proberaum festgehalten. Nach eigener Aussage, leben sie damit für eine Punkband zu wenig Anarchie – also mussten The Broken Tapes ihre Genrebezeichnung selber wählen. So ist die Wortkreation „Whiteboard-Punk“ entstanden. Die vier Jungs spielen punkigen Rock und sind von Bands wie Danko Jones, den Red Hot Chili Peppers, Itchy Poopzkid und Anti-Flag beeinflusst.

Die Stilrichtung der Braunschweiger Band Frantic Tornado lässt sich schwer festlegen, denn Schubladendenken liegt ihr nicht. Am ehesten kann man die Mixtur aus Rock, Metal, Stoner sowie einer guten Prise 70ies als Heavy Rock bezeichnen. Ursprünglich als „Instrumetal“-Trio gestartet, ist die Band mittlerweile mit einer kraftvollen Frontstimme ausgestattet, die samt Gitarre, Bass und Drums einen wahren Wirbelsturm erzeugt. In ihren Texten befassen sich die Musiker nicht nur mit den Unzulänglichkeiten des Alltags (z. B. einer drohenden Zombie-Ivasion), sondern auch mit ernsten Themen wie Krieg und Rassismus.

Laut wird‘s auch mit den Graceful Honeyeaters aus Braunschweig. Die junge Gruppe spielt alternativen Metal und ist für ihre harten Riffs und melodischen Gesangspassagen bekannt.

Alle Konzerte beginnen jeweils um 21 Uhr, der Einlass ist eine Stunde vorher.

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