Mother Africa: Ein Stück Afrika in Deutschland

Spektakuläre Acts, afrikanische Rhythmen, Tänze und Kostüme: Die Show lässt einen den Herzschlag des südlichen Kontinents spüren. Foto: Mother Africa / Facebook / oh.

Der Zirkus „Mother Africa“ feiert Jubiläum und geht von Dezember 2015 bis Februar 2016 mit der Erfolgsshow „Khayelitsha – my home“ auf Tour durch rund 40 Städte in Deutschland sowie weitere Städte in Österreich, Niederlande, Dänemark und Italien. Am 12. Feburar 2016 werden sie in der Lindenhalle Wolfenbüttel gastieren.

Mother Africa ging bei „Umlingo“ erstmals mit einer Stoyline auf die Bühne, die sich um eine Mischung aus Artistik, Musik und traditioneller afrikanischer sowie moderner Zirkus- und Showelementen spannte. Für die neue Show geht Produzent Winston Ruddle jetzt konzeptionell noch einen Schritt weiter: „Khayelitsha“ heißt sie und bedeutet übersetzt „unsere neue Heimat“, zudem ist es der Name des größten Townships bei Kapstadt. Dieser kulturelle Schmelztiegel vollen Lebens ist gleichzeitig die Vorlage wie auch die Kulisse und stellt mit einem Augenzwinkern das Weltbild bezüglich Afrika auf den Kopf und karikiert ihre Klichees. Anders als in Umlingo wird in hier keine Geschichte im klassischen Sinne erzählt, sondern es ist die stets präsente Szenerie des Townships und seines Treibens, die sich als roter Faden durch die Show zieht und die einzelnen Darbietungen aus Tanz, Gesang und Artistik zu einer abwechslungsreichen Einheit verbindet. Zitate aus der afrikanischen Geschichte sind Ruddles dabei ebenso wichtig wie Brückenschläge in die europäische Kultur.

Ganz bewusst wurden hierfür die erfolgreichsten Nachwuchsartisten aus sieben verschiedenen Nationen Afrikas engagiert. Die Künstler sind in teils abgelegenen Regionen des Kontinents entdeckt worden, wo sie ihre Talente oft eigens entwickelt hatten. Ein Beispiel ist eine Gruppe Einrad-Fahrer aus Äthiopien, die in einer Artistenschule von Ruddle in Tansania trainierten, bis sie reif waren für eine professionell produzierte Tour. Durch die individuellen Heimischen wird Khayelitsha bunt, verrückt, leistungsstark und selbstbewusst. Die Vielfalt der unterschiedlichen aktuellen und traditionellen Ausdrucksformen der Kulturen zwischen Äthopien und Südafrika wird dabei präsentiert. Der Sound ist ein Mix aus Hip Hop, Breakdance und Locking, ebenso wie Rap und Beatboxing: Grooves und traditionelle Musik verschmelzen beim Break- und Zulu-Dance. Es verbindet Geschichte und Geschichten in einem modernen Afrika ohne die Wurzeln seiner vielfältigen Kulturen zu ignorieren. Der deutsche Produzent Hubert Schober sagte über seine Künstler: „Die Artisten, Tänzer und Musiker feiern einfach eine riesengroße Party.“ Die Gemeinschaft der Künstler ist der beste Beleg für ein harmonisches Miteinander, ungeachtet aller ethnischen oder religiösen Unterschiede.

Ab 20 Uhr geht es am Abend los, unter www.konzertkasse können noch Tickets ab 42,20 Euro gekauft werden.

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