Marsimoto setzt alles auf Green!

Der grüne Rap-Kobold geht im Februar auf Deutschland-Tour

Marsi ist das letzte grüne Einhorn mit der Klapperschlange um den Hals und dem 2Pac-Tattoo auf der Haut. Er erzählt die ungeschminkte Wahrheit statt künstlichem Makeover. Foto: Hannover Concerts / Paul Ripke.

Es gibt das Marsupilami und es gibt das Marsimoto. Das erste ist ein fideles Comic-Tier, das im Dschungel herumspringt. Das zweite ist das Alter Ego des deutschen Star-Rappers Marteria, das auf den großen Bühnen herumspringt.

Giftgrüne Maske und gepitchte Stimme

Marsimoto war es auch, der noch vor Marteria das Debütalbum „Halloziehnation” an den Start brachte und ihm damit den musikalischen Erfolgsweg ebnete. Songtitel wie „Spiel mir das Lied vom Dope”, „Green Green Gras” oder „Weed Street” feierten damals die Freuden der Kifferei – mittlerweile ist seine Themenpalette wesentlich breiter gefächert. Marsimoto präsentiert sich mit giftgrüner Maske und grün-schwarzen Outfits. Bei seinen Shows ist die Bühne in grüne Nebelschwaden und grünes Licht gehüllt. Die gepitchte Stimme passt perfekt zum Rest des Konzepts; Marsimoto klingt als wäre er ständig high. Aber alles im grünen Bereich also. Ein anderer deutscher Rapper mit markanter Stimme lädt Marsi im Jahr 2007 ein, ihn auf Tour zu begleiten, und so zieht Marsimoto mit Jan Delay durchs Land.

Neue Themen abseits des THC-Universums

Sein zweites Studioalbum 2008 lieferte der Maskenmann mit „Zu zweit allein” ab. Beeindruckend kreativ und wortgewandt widmet sich der Rapper einer Vielzahl an Themen und Ideen abseits des THC-Universums. Kollegen wie Deichkind („Crash Dein Sound“), Sido („Beste”) und Olli Banjo („21 Jumpstreet“) unterstützen ihn dabei ebenso wie sein „Zwillingsbruder” Marteria, dessen Stimme neben der gepitchten Marsi-Voice zu hören ist.
Marteria startet im Jahr 2010 mit „Zum Glück in die Zukunft” durch. Bald darauf ist auch Marsimotos Zeit gekommen. „Grüner Samt” platziert sich auf Rang 3 der deutschen Albumcharts. Tracks wie „Der springende Punkt”, „Indianer”, „Blaue Lagune” und „Absinth” sprudeln von kruden und kreativen Einfällen.

Marsi und Marteria wechseln sich ab

Weil sich Marsi und sein Schöpfer stets abwechseln, erscheint im Jahr 2014 Marterias „Zum Glück in die Zukunft II” – und führt prompt die deutschen Charts an. Marsimotos „Ring der Nebelungen” findet mit Songs wie „Illegalize It”, „Green Pangea” und „Zecken raus” großen Anklang bei den Marsianern und steigt auf Platz 3 der Charts. Nachdem Marteria selbst mit dem abermals erfolgreichen „Roswell” nachlegt, ist 2018 der Maskenträger mit „Verde” an der Reihe. Und auch dieses Marsi-Werk springt auf den dritten Platz der Albumcharts. Jeder Track, ob „Chicken Terror”, „Aus dem Nebel” oder „Email & die Detektive“, ist ein weiterer Beleg dafür, dass Marsimoto mehr ist als eine von Marteria aus einer Laune heraus entwickelte kiffende Kunstfigur. Ebenso wenig ist er eine simple Kopie von Madlibs Quasimodo. Mit Marsimoto hat Marten Laciny einen Künstler erschaffen, der mit krassen Wortspielen, außergewöhnlichen Einfällen und mächtigen Beats einen musikalischen Taifun durch die deutsche Hip-Hop-Landschaft wirbeln lässt.

Alles auf Grün: Marteria Alter-Ego auf großer Deutschland Tour. Foto: Hannover Concerts / Paul Ripke.

Marsimoto live auf Green Tour 2019

Grünen Nebel, Freiheit, grenzenlose Liebe und Revolution verbreitet Marsimoto auf seiner Green Tour 2019, die ihn am Dienstag, 19. Februar 2019, 20 Uhr, auch ins Capitol Hannover führt. Als Support ist Dead Rabbit dabei. Im Sommer 2019 wird Marteria dann zusammen mit Rap-Kumpel Casper deutschlandweit fünf „Champion Sound Open Airs 2019“ in Hannover (31. Mai im Expo Plaza), Dresden, Berlin, Hamburg und Essen spielen. Im Gepäck hat das dynamische Duo jede Menge Hits – aus ihrem gemeinsamen Hit-Werk „1982“.

^