Lionheart brüllen in der Löwenstadt – Szene38
18. Februar 2020
Konzert-Tipps

Lionheart brüllen in der Löwenstadt

„California Über Alles“: Die brachiale Hardcore-Band aus Oakland eröffnet im April den Moshpit im KufA-Haus Braunschweig

Hart, härter, Lionheart: Die kalifornischen Krachmacher lieben Tattoos, Pogo und lautstarke Sounds. Foto: Moritz Hartmann

Was Punk in den 70er Jahren war, war Hardcore für die 90er Jahre: Ein radikales musikalisches und inhaltliches Musikgenre.

Hardcore, die amerikanische Antwort auf englischen Punk

Hardcore war und ist die laute amerikanische Antwort auf die rumplige englische Punk-Szene. Ohne Punk wäre mit Hardcore und auch mit Metal, nicht allzu viel los. Sozialkritische textliche Inhalte beleuchten oft das Leben auf der Straße. Kritisch und kontrovers werden Gesellschaft, der Staat und verschiedenste Missstände an den Pranger gestellt. Der Sound ist hart, aggressiv und meist  temporeich, ähnlich wie beim Punk, simpel strukturiert.

Dead Kennedys, Black Flag, Bad Brains, Angry Samoans und Minor Threat

In Amerika sowie Kanada gelten vor allem Bands wie die Dead Kennedys, um Sänger Jello Biafra, die Bad Brains, Angry Samoans, Black Flag und Minor Threat als Initiatoren des „American Hardcore“. Als Hochburgen des Hardcores mit eigenen einflussreichen Szenen galten in Amerika verschiedene Städte: Los Angeles, San Francisco, Boston Washington D.C. und  New York.

Mit „The Will To Survive“ stürmten die Kalifornier die Szene

An die große Zeit des Kalifornischen Hardcore schließt die im Jahr 2004 in Oakland gegründete Band Lionheart an. Die krachige Kapelle besteht heute aus Shoter Rob Watson, den Gitarristen Evan Krejci und Rob McCarthy sowie aus dem Bassisten Travis Pacheco und dem Schlagzeuger Jay Scott. Mit ihrem im Jahr 2007 veröffentlichten Debütalbum „The Will To Survive“ stürmte die Truppe die Szene. Lionheart tourten in Amerika und Kanada, spielten 2012 auch eine Europatournee mit den Szene-Stars Suicidal Tendencies und Biohazard.

Auflösung, Reunion und neues Album „Valley Of Death“

Nach der Auflösung im Jahr 2016 folgte bereits im Jahr 2017 die Reunion von Lionheart und eine Tour mit Nasty. Musikalisch liegen Lionheart auf einer harten musikalischen Linie, die auch Kollegen wie Hatebreed, Terror und Shattered Realm beschreiten. Auch die Cro-Mags gelten als wichtiger musikalischer Einfluss. Mit „Valley Of Death“ meldeten sich Lionheart im November 2019 brachial auf Tonträger zurück. Wie sich das live anhört, kann man am Mittwoch, 15. April,  20:00 Uhr, im KufA-Haus Braunschweig selbst erleben. Der Moshpit ist eröffnet!
Tickets gibt es hier: https://www.konzertkasse.de/lionheart-47/p575123.html

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