Keine Angst vorm „Schwarzen Mann!? – Szene38
19. Januar 2020
Konzert-Tipps

Keine Angst vorm „Schwarzen Mann!?

Die Gothic-Novel-Rock-Band ASP kommt mit neuem Album „Kosmonautilus“ Ende Januar live in die Region

Lebendig gewordene Tattoos und untote Meeresgötter tummeln sich auf „Kosmonautilus“, dem neuen Werk von ASP. Foto: Heilemania

Diese Band ist ein ganz besonderes Phänomen in der deutschen Musiklandschaft. Seit Jahren erkämpfen sich ASP unermüdlich und mit lodernder Leidenschaft ein stetig wachsendes Publikum – und das über alle (Schwarze-)Szene-Grenzen hinaus. Der Lohn: Regelmäßig hohe Ränge in den Media Control Charts. Längst haben Freunde anspruchsvoller Texte und tiefgründiger Rockmusik gemerkt, dass man die Gruppe um den charismatischen Frontmann Alexander „Asp“ Frank Sprengan nicht vorbeikommt. Und sich zudem niemand vor dem „Schwarzen Mann“ fürchten muss. Zumindest nicht so sehr.

Viele Anspielungen, Zitate und Rückbezüge

2019 kehrten ASP zurück zum Erzählzyklus „Fremder“ und bringen die im Top-Ten-Album „fremd“ begonnene und mit dem Platz-2-Album „MaskenHaft“ weitergeführte Reise weiter. Die direkte Fortsetzung des dritten Teils „zutiefst“ zeigt sich emotional und detailverliebt. Jeder Song weiß mit seiner eigenen fantastischen Handlung zu fesseln. Das Album bietet zudem viele Anspielungen, Zitate und Rückbezüge. „Kosmonautilus“ offenbart eine Energie, die geradezu im Widerspruch zu der Komplexität und Tiefgründigkeit der Texte steht. Die Hit-Dichte mit Songs wie „Tintakel“ und „Schatten eilen uns voraus“ konnte noch einmal gesteigert werden.

Die Geschichte eines Reisenden, der viele Realitäten und Welten besucht

Der Fremder-Zyklus erzählt die Geschichte des Reisenden, der viele verschiedene Realitäten und Welten besucht. Irgendwann findet sich dieser am Rande einer Klippe hängend wieder und fällt „zutiefst“ ins Meer. Dort werden die Abenteuer zwischen U-Booten, bunten Tiefseeungeheuern und falschen Leuchtfeuern weitererzählt. Gut erzählte musikalische Geschichten voller Fantasie und Kraft. Obwohl sämtliche Songs für sich allein funktionieren, hängt alles im ASP-Kosmos irgendwie zusammen.
Gemischt und gemastert hat „Kosmonautilus“ Produzent Vincent Sorg (unter anderem Die Toten Hosen, In Extremo). Live zu hören ist das neue Werk unter anderem am 30. Januar 2020, 20:00 Uhr, im Pavillon Hannover. Tickets bekommt man dafür hier: https://www.konzertkasse.de/

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