Hommage an Leonard Cohen

Denis Fischer huldigt am 11. Januar dem dunklen Weltstar

Fischer gibt sich cool und zerbrechlich, wild und elegant, mischt Pop, Chanson, Drama und Augenzwinkern. Foto: Paulis.

Songs wie „Hallelujah“, „Suzanne“ oder „Dance Me to the End of Love“ machten Leonard Cohen zu einem Weltstar. Der Kanadier erhielt unter anderem einen Grammy für sein Lebenswerk. Und auch einen Platz in der Rock and Roll Hall of Fame erhielt er. Am 7. November 2016 starb Cohen schließlich in Los Angeles.

Cohen zwischen Liebe und Hass, Religion und Tod

In seinem musikalischen und schriftstellerischen Werk hat er sich unter anderem intensiv mit den Themen Liebe und Hass, Religion und Tod und auseinandergesetzt. Aber auch Sehnsucht und Erfüllung, der strafende Gott, die liebenden Frau hat der sensible Singer-Songwriter, der auch als Dichter und Maler aktiv war, in seinen Texten und Bildern verarbeitet.

Zwischen Gänsehaut und Rührung

Der Sänger Denis Fischer hat sich intensiv mit dem musikalischen Oevre von Leonard Cohen auseinandergesetzt – und interpretiert viele seiner bekanntesten Songs am 11. Januar 2019, um 20 Uhr in der Brunsviga in Braunschweig. Songs, die Fans direkt ins Herz treffen und in einen euphorischen Taumel zwischen Gänsehaut und Rührung versetzen können. Die subtilen Arrangements und Carsten Sauers kraftvoll-pointierte Klavierbegleitung geben Fischers Stimme und der poetischen Sprache der Texte viel Raum. Bei Fischer entsteht, ergänzt um eine Handvoll eigener, von Cohen inspirierter Songs, eine hoch emotionale und fein ausbalancierte Show, die mutig ganz auf die Magie der kleinen Gesten setzt. Dabei zelebriert er „Hallelujah“ als zart gebrochene Hymne oder „I’m your man“ als grandios charmanten Flirt mit dem Publikum.

Theatralik und Eleganz

Denis Fischer feiert die Melancholie des Altmeisters als Lebenselixier und zieht dabei mit beiläufiger Eleganz und Souveränität ganz tief den Hut vorm großen Cohen. Mit viel Gespür für Theatralik und Interpretation haucht er den legendären Songs frisches Leben ein. Dabei zeigt er uns ein Portrait des Künstlers als jungen Mann – bitter, sarkastisch, aber auch sexy, gesegnet mit einer „Golden Voice“ und dem süffigen Humor heiterer Verzweiflung.

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