Falco-Hommage in Braunschweig

Schillernde Selbstzerstörung: „Falco – Das Musical“ huldigt der Musiklegende

Falco kostete das Leben bis an seine Grenzen aus. Der Sänger ging durch viele Höhen und Tiefen, bis hin zu seiner Selbstzerstörung. Foto: Facebook / Falco

Heute vor 21 Jahren, am 6. Februar 1998, verstarb Johann „Hans“ Hölzel alias Falco. Der Todestag der österreichischen Musiklegende jährt sich 2019 zum 21. Mal. Aus diesem Anlass lässt „Falco – Das Musical“ den „Falken“ erneut durch die Städte fliegen.

1,5 Promille Alkohol und Kokain im Blut

Bei einem trivialen Autounfall starb Falco in der Dominikanischen Republik – mit 1,5 Promille Alkohol und großen Mengen Kokain im Blut. Dabei hätte Falco in New York leben und Weltruhm erlangen können. Aber er verkroch sich lieber im sonnendurchfluteten Karibikstaat und kämpfte dort mit Drogen, seinen Dämonen und dem verblassenden Ruhm. Niki Lauda holte sein Leiche persönlich mit einem seiner Jets ab, um diese nach Wien zu fliegen. 4.000 Menschen huldigten dem einstigen Arbeiterkind Hölzel, der Provokation und Größenwahn zelebrierte, bei dessen Beerdigung. Auf dem Zentralfriedhof, Ehrenhain, Gruppe 40, Nummer 64, liegt eines der größten Genies der deutschsprachigen Pop- und Rap-Geschichte, begraben.

Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Pop-Ikone

Alle großen Hits des „Falken“ werden zurück auf die Bühne geholt: „Falco – Das Musical“. Foto: Undercover.

„Unsterblich bin ich erst, wenn ich tot bin!“, meinte der Frauenliebling und Mittelpunkt der Wiener Gesellschaft, einst. Um diese düsteren, vorausahnenden Worte rankt sich „Falco – Das Musical“. Verrückt und bildgewaltig, gewährt die Musical-Biographie durch kunstvolle Projektionen und Original-Videosequenzen einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt des Künstlers Falco und dem Menschen, der hinter der schillernden Pop-Ikone steckte. Einem Menschen, der das Leben bis an seine Grenzen auskostete und durch viele Höhen und Tiefen ging, bis hin zu seiner Selbstzerstörung.

Von „Der Kommissar“ über „Jeanny“ bis „Rock Me Amadeus“

Dabei werden von „Der Kommissar“ bis „Jeanny“, über „Out of the Dark“ oder „Rock Me Amadeus“ – der bis heute einzige deutschsprachige Song der Musikgeschichte, der die Spitze der US-Billboard-Charts erreichte – alle großen Hits des „Falken“ live auf die Bühne zurückgeholt und bekommen durch schrille und extravagante Tanzeinlagen, neues Leben eingehaucht. Auf der Bühne erwecken mit Alexander Kerbst und Stefan Wessel zwei der weltweit besten Falco-Darsteller den österreichischen Weltstar zu neuem Leben. Bei der Umsetzung steht dem Musical unter anderem Falcos ehemaliger Bandleader Thomas Rabitsch als musikalischer Leiter, sowie Falcos ehemaliger Manager und Freund Horst Bork als Berater zur Seite. Bisher besuchten über 250.000 begeisterte Zuschauer die Tournee des Musicals. Am 9. April 2019 kann man „Falco – Das Musical“ in der Stadthalle Braunschweig erleben. Oder anders ausgedrückt: „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“.

^