Dark Electro Night in Wolfenbüttel – Szene38
7. Februar 2020
Konzert-Tipps

Dark Electro Night in Wolfenbüttel

In Good Faith, Synth Attack und Toal zwischen eingängigen Electro-Pop und Endzeit-Industrial in der KuBa-Kulturhalle

Geben richtig Kette: SynthAttack sind Britta und Martin Schindler aus Hannover. Ihr Sound: Brachialer Dark-Electro mit verzerrtem Gesang. Foto: Kuba- Kulturhalle

Electro, auch als Elektro, bezeichnet unterschiedliche Musikstile, die sich in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren vorwiegend aus Teilen der Electronic Body Music (EBM) entwickelten. Auch europäische und nordamerikanische Post-Industrial-Musik spielte eine wichtige Rolle.

Synthesizer, Sampler und Sequenzer

Essentiell für Electro war und ist dabei auch die permanente Entwicklung neuer und preislich erschwinglicher Instrumente – vor allem Synthesizer, Sampler und Sequenzer. Diese bildeten das Fundament für innovative Strömungen in der elektronischen Musik, die bis heute anhalten. Die elektronische Musikszene präsentiert sich mit einer großen Vielfalt, die von sanften Ambient-Sounds bis hin zu stahlharten Industrial-Sounds reichen.

Erste Dark Electro Night mit drei Bands

Diesen musikalischen (und auch optischen) Facettenreichtum spiegelt Mitte Februar 2020 die erste Dark Electro Night in der KuBa Halle in Wolfenbüttel wider. Drei Live-Acts präsentieren sich und ihre Maschinen dort am Samstag, 15. Februar 2020, 20:00 Uhr.

Toal: Facettenreicher Dark-Electro-Mix

Toal präsentieren einen mystisch-sphärischen New-Age-Ambient-Mix, aber auch düster-postapokalyptischen Endzeit-Industrial. Variierend veredeln die Musiker aus Braunschweig und Herford ihre Soundlandschaft partiell mit Dark-Electro-, Dubstep- und Witchhouse-Einflüssen. Die ausdrucksstarke Luzi Lacoles singt unter anderem von der Sehnsucht nach dem Lebendig sein, nach Wahrheit und Hoffnung. Live covern Toal gerne mal den 80er-Jahre-Hit „Sweet Dreams“ von den Eurythmics.

In Good Faith: Eingängiger Synthie- und Electro-Pop

Seit 1998 besteht die in Salzgitter gegründete Band In Good Faith. Im Vorprogramm von And One und Psyche, aber auch auf diversen Festivals, wurde das Trio in der „dunklen“ Szene bekannt. Ihr Sound: Eingängiger, melodischer und zuweilen treibender Synthie- und Electro-Pop, der an Top-Acts wie Depeche Mode, Psyche und Wolfsheim erinnert. Von Depeche Mode covern In Good Faith beispielsweise auch den Hit „Stripped“. Mittelpunkt des Trios: Der charismatische Sänger Kai Vincenz Németh.

Synth Attack: Heftiger Dark-Electro-Angriff

Das Duo aus Hannover veröffentlichte 2015 sein Debütalbum und wurde mit einem Remix des Faithless-Trance-Stampfers „Insomnia“ bekannt. Im Jahr 2017 brachten Synth Attack bereits ihr drittes Album „Harsh is Back“ heraus. Dieses konnte sich in den DAC- und ITunes-Charts gut platzieren. Die energetische Dark-Electro-Band spielte seit dem auf vielen großen Bühnen. Unter anderem beim WGT, Amphi und E-Tropolis sowie auf zahlreichen Konzerten und Festivals im In- und Ausland. Drückende Bassbeats und rasende BPM sind ihr Markenzeichen. Martin Schindler schreit – unterstützt von aufpeitschenden Sounds –  mit verzerrter Stimme Parolen wie „Life Is A Bitch“ und „Enjoy The Pain“ (Songtitel) heraus. Volle Attacke!

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