Ballonmützenmann Gregory Porter live in Braunschweig

Der Grammy nominierte US-Jazz-Star bringt seinen „Liquid Spirit“, Soul, Blues und Gospel in die Stadthalle

Mit seiner betörenden Stimme berührt Gregory Porter weltweit die Menschen – und bringt den Jazz in die Charts. Foto: Undercover

Die tiefe Leidenschaft für den Jazz haben die Nat-King-Cole-Platten seiner Mutter in ihm entfacht. Die sang gerne und spielte Klavier – der kleine Gregory Porter hörte genau zu. Zusammen mit seinem Bruder und seiner Schwester bildete er ein Gesangstrio und schulte seine Stimme auch im Kirchenchor. Und diese ist heute weltbekannt.

Nat King Cole, Joe Williams und Donny Hathaway

Gregory Porter, der seinen Pfarrer, Nat King Cole, Joe Williams und Donny Hathaway als seine wichtigsten frühen Einflüsse angibt, ist einer der großen, aktuellen Stars der Jazz-Szene. „Ich mag die Freiheit, die er bietet. Im Pop musst du einer Melodie treu bleiben. Im Jazz wirst du beinahe gezwungen, sie zu formen. Ich will es einfach jedes Mal ein bisschen anders machen“, erklärt der Meister sein Lieblingsgenre.

Club-Bühne statt Footballfeld

Eigentlich wollte das in Los Angeles geborene Schwergewicht Profi-Footballer werden. An der San Diego State University bekam er ein Stipendium, doch nebenbei gab er sich seiner zweiten Liebe hin: Dem Jazz. Porter sang in Jazzclubs in der Umgebung, eine Schulterverletzung beendete seine avisierte Profi-Sportler-Karriere. Sein Spielfeld wurden nun die verschiedensten Bühnen. Bei einem seiner Auftritte hörte ihn der Saxophonist, Pianist und Komponist Kamau Kenyatta der ihn fortan förderte und formte.

Grammy-Nominierungen und Chart-Erfolge

Bereits sein Debütalbum „Water“, im Jahr 2010 veröffentlicht, bringt Porter den Durchbruch – und eine  Grammy-Nominierung. Auch das Album „Be Good“ aus dem Jahr 2012 wurde für einen Grammy nominiert. Gregory Porter tritt – zusätzlich zu seinen regelmäßigen Shows in Jazz-Clubs – auf Festivals und in Fernsehshows auf und vergrößert so seine Fangemeinde. Und die kauft ein Jahr später auch „Liquid Spirit“. Dafür gibt es dann auch den Grammy und Top-Platzierungen in den internationalen Charts. Zudem einen Jazz-Echo für den besten internationalen Sänger.

Große Anteile von Soul, Blues und Gospel

Gregory Porter begeistert seine Fans und Kritiker aber nicht nur mit seinem ausdrucksstarken Bariton, in dem die ganze Geschichte der schwarzen Musik mitzuschwingen scheint. Auch sein ausgefeiltes Songwriting und seine Texte bescheren im viel Lob. Er möchte seine Hörer auf eine ganz spezielle Art berühren. Während abseits der eingeweihten Zirkel Jazz-Künstler vergleichsweise selten zu Bekanntheit kommen, erreicht Porter eine größere Hörerschaft. Sein Erfolgsrezept: Der Mann mit dem markanten Schlauchschal und der dunklen Ballonmütze hebt hemmungslos große Anteile Soul, Blues und Gospel unter seine Musik. Damit macht er seine Songs einer vielen zugänglich. Wie sich das live anhört? Am 12. März 2020, 20:00 Uhr, kann man Gregory Porter mit seiner Band erstmals live in der Stadthalle Braunschweig erleben.

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