Achtköpfige Groovemaschine – Szene38
20. Oktober 2016
Konzert-Tipps

Achtköpfige Groovemaschine

Braunschweiger Band Soulmate am 21. Oktober in der Wegwarte

Kernig ist nicht nur ihre Musik: Soulmate fallen auch optisch auf. Foto: Soulmate

Die musikalischen Wurzeln von Soulmate, einer achtköpfigen Braunschweiger Groovemaschine, liegen im Blues, Jazz, Funk, Soul und R’n’B. Kraftvoller und mehrstimmiger Gesang, eine kernige Rhythmusgruppe und knackige Bläsersätze kennzeichnen ihren Sound, der auch Raum für verspielte Improvisation bietet – und seine Ursprünge in zwei musikalischen Epizentren hat: Detroit und Memphis. Die hier ansässigen Plattenfirmen mit ihren angeschlossenen Studios Motown und Stax gelten als die wichtigsten Kristallisationspunkte von Soul und R’n’B. Ein wesentliches Merkmal beider Soulschmieden war, dass sie überwiegend mit festen Sessionbands und mit einem kleinen Stab an Produzenten und Komponisten arbeiteten.

Motown wurde als R&B-Label von Berry Gordy in Detroit gegründet, wobei der Name von Motor-Town abgeleitet wurde, eine Reminiszenz an die durch die Autoindustrie geprägte Metropole. Anfang der 60er-Jahre wurde das Label ein wichtiger Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Soul bis hin zum Psychedelic Soul oder New Jack Swing. Stars wie Diana Ross & The Supremes, The Four Tops und The Jackson 5 standen dort unter Vertrag. Bei weiteren Sublabels von ihm u.a. Stevie Wonder, Marvin Gaye, The Marvelettes, The Miracles, The Temptations und Martha And The Vandellas. Von 1961 bis 1971 hatte Motown 110 Top-10-Hits, wie z. B. „Stop! In The Name Of Love” (The Supremes), “The Tears Of A Clown” (Smokey Robinson And The Miracles) und “I Was Made To Love Her” (Stevie Wonder).

Diesen fast vergessenen Motown-Helden, aber auch der Musik des Labels Stax Records, die als „Memphis Soul“ bezeichnet wird – und sich aus den Quellen des Blues, des Country, des frühen Rock’n Roll speist und z. B. von Ray Charles und James Brown verkörpert wird -, huldigt die Band Soulmate am 21. Oktober in der Wegwarte in Lucklum. Es wird sicher schön heiß und schwitzig. Also: „Get up. Get on up. Get up. Get on up. Stay on the scene. Get on up. Like a sex machine. Get on up…”

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