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Mehr als nur „Studentenfutter“: Das Falafelhaus in Braunschweig

Falafel, Fatteh und Ful: Das Falafelhaus in der Schleinitzstraße 1 bietet leckere arabische Gerichte für den kleinen Geldbeutel an

Das Falafelhaus an der Schleinitzstraße 1, Ecke Mühlenpfordtstraße soll die gesunde Alternative zu anderen Fast-Food-Anbietern sein. Foto: Falafelhaus

Seit dem 1. August 2016 können Braunschweiger außen knusprige und innen weiche Falafel genießen: Das Falafelhaus in der Schleinitzstraße 1 bietet einfache arabische Klassiker an. Nicht nur der Magen, sondern auch der Geldbeutel freut sich über einen Besuch im Falafelhaus: Ein Falafelsandwich kostet hier nur 2,50 Euro: „Das ist in Deutschland wahrscheinlich nirgendwo zu finden: Hier stimmt einfach die Qualität, der Geschmack und der Preis“, erläutert der Geschäftsführer Ismaiel Saydam. Von insgesamt 26 Speisen sind 22 vegetarisch, 12 Speisen davon sogar vegan: „Die arabische Küche ist sehr gemüselastig“, erklärt der Inhaber.

Das Konzept „günstig und lecker arabisch essen“ stand bereits vor Jahren fest, jedoch hatte die richtige Location gefehlt: Die Schleinitzstraße ist es am Ende geworden; die Lage nah an der Technischen Universität Braunschweig ist optimal für das Falafelhaus, denn die günstigen Preise ziehen insbesondere die Studenten an: „Es kommen Studenten und auch andere Gäste – einige sind jeden Tag hier, mache kommen sogar zweimal am Tag vorbei“, erläutert Saydam. Unschlagbar ist das Falafelsandwich – Abgesehen vom Preis, stimmt hier auch die Frische, denn das Brot wird jeden Tag selbst gebacken und an der Salatbar können die Gäste selbst bestimmen, was in die Falafeltasche hineinkommt. Apropos Frische: In der Küche befinden sich keine Tiefkühlschränke oder Mikrowellen: „Wir frieren nichts ein und wärmen auch nichts wieder auf. Alles wird bei uns am Tag frisch zubereitet.“, betont Saydam.

Der Falafelhaus-Teller bietet alle Spezialitäten des Hauses an. Foto: Falafelhaus
Der Falafelhaus-Teller bietet alle Spezialitäten des Hauses an. Foto: Falafelhaus

Weitere typisch arabische Gerichte sind unter anderem „Ful“ (Püree aus Saubohnen), Manakiesch (arabische Pizzen mit verschiedenen Belägen), Sambusik (gefüllte Teigtaschen) oder überbackene Pastagerichte. Aber hat Qualität auch nicht seinen Preis? Der gebürtige Palästinenser erklärt: „Ich würde niemals für eine Falafel vier Euro ausgeben, denn ich weiß, wie viel eine Falafel in der Herstellung kostet. Genauso wenig würde ich für einen Ful sieben Euro ausgeben. Klar, da steckt auch sehr viel Arbeit dahinter, aber der Gast ist ja auch nur ein Mensch. Mein Konzept ist für alle gedacht: Für Menschen, die viel Geld haben und für Menschen, die wenig Geld haben. Jeder soll sich unsere Gerichte leisten können“.

Kundenzufriedenheit wird hier groß geschrieben: Der Inhaber geht persönlich auf die Gäste zu und fragt, ob die Gerichte schmecken. Auf die Frage, was das tollste Feedback war, antwortete Saydam ganz stolz: „Ich habe mich mit einem Gast unterhalten und er meinte ‚Ich war mal in Berlin und sogar in Israel Falafel essen, aber so leckere Falafel habe ich noch nie gegessen!’“. Und wer noch nie eine Falafel probiert hat und sich fragt, wie und wonach die Kichererbsenbällchen schmecken, kriegt eine Falafeltasche umsonst: „Eine Person, die noch nie eine Falafel probiert hat, kommt einfach hierher kriegt einen Falafelsandwich. Das geht auf‘s Haus.“, erläutert Saydam. Der Grund: Jeder soll einmal die arabische Küche probiert haben.

Auf die Idee, ein Falafelrestaurant zu eröffnen, kam der Palästinenser, als er Student an der TU Braunschweig war: „Damals, als ich noch ein Student war, hatten wir ein Sommerfest an der Uni und dort haben wir Falafel verkauft. Die Leute waren so begeistert, dass sie nachgefragt haben: ‚Wo finden wir das in Braunschweig?‘ Das blieb‘ in meinem Kopf. Seit über 16 Jahren bin ich im Mobilfunkgeschäft, aber ich hatte schon immer den Traum, das Falafelhaus zu realisieren.“

Modern, gemütlich, harmonisch: Das Falafelhaus wird Ende 2016 vergrößert. Foto: Falafelhaus
Modern, gemütlich, harmonisch: Das Falafelhaus wird Ende 2016 vergrößert. Foto: Falafelhaus

Einen Partyservice bietet das Falafelhaus bereits an, als nächstes werden die Räumlichkeiten erweitert: „Im November haben wir angefangen, das Falafelhaus umzubauen. Ich denke, wir werden sicherlich gute zwei Monate für die Umbauarbeiten brauchen. Aktuell ist das Falafelhaus 88m² groß – es wird um weitere 50m² vergrößert.“

 

Hier ein kleiner Einblick, wie Falafel traditionell frittiert werden:

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