17. März 2022
Konzert-Tipps

Abbamania überwältigt das Publikum in Braunschweig

Konzert-Comeback nach der Corona-„Winterruhe“ in der VW-Halle: Die Show „Abbamania“ überzeugt 800 Zuschauer mit Klassikern, aber auch neuen Abba-Hits.

Die Show "Abbamania" gastierte am 15. März 2022 in der Braunschweiger VW-Halle. Foto: Stefan Lohmann/regios24

Als „The Winner Takes It All“ beginnt, seufzen einige der rund 800 Zuschauer in der Volkswagen-Halle. Die Trennungsballade mit absteigendem Klaviermotiv ist einer der Abba-Hits, die besonders nahegehen. Björn Ulvaeus schrieb sie in der Zeit der Scheidung von Agnetha Fältskog. Im Musikvideo wirkt Leadsängerin Agnetha abwesend und müde, stark überschminkt. 1981, ein Jahr später, gaben dann auch Benny und Anni-Frid das Ende ihrer Ehe bekannt. Das Bandklima litt darunter. Im Studio fehlte die Motivation. 1982 kündigten Abba eine Pause an. Die dauerte knapp 40 Jahre – bis zum Comeback mit „Voyage“, das im letzten das Jahr das bestverkaufte Album in Deutschland war. In London folgt nun ab Mai eine Multimedia-Show mit digitalen „Abbataren“.

Ob die mit dem Live-Erlebnis von „Abbamania – The Show“ mithalten kann, mit den über 20 bestens aufgelegten Musikern des London Symphonic Rock Orchestra, der Band Waterloo und vier Protagonisten, die den Originalen sehr nahe kommen? Die „größte Abba-Tribute-Show“ der Welt riss am Dienstag mit purer Pop-Freude mit, aber auch instrumental – elegant austariert zwischen Klassik und Rock. Über 30 Songs in knapp zwei Stunden, darunter auch einige ruhige, die im Schatten stehen.

Saxofonist Ulf Andersson war auch schon mit Abba auf Tour

Die lebhafte, unterhaltsam choreographierte Show setzt von Beginn an auf Überwältigung, hat dann aber viele Temperamente. Medleys auf Barhockern, begleitet von akustischen Gitarren, der 81-jährige Ulf Andersson, der einst mit Abba tourte, an Saxophon und Piccoloflöte, neue Songs wie die Ballade „I Still Have Faith In You“: Das Gesamtwerk wird angemessen gewürdigt. Von den Stühlen reißt das feierwillige Publikum schließlich „Dancing Queen“, inklusive Discokugeln. Bis zum Schluss wird dann im Stehen gefeiert, mit Hits von „Gimme Gimme Gimme“ bis „Does Your Mother Know“. Starker Schlussbeifall – und als Zugabe natürlich „Thank You For The Music“.

Autor: Michael Völkel

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