Dunkin‘ Donuts: Keine neue Filiale in Braunschweig

Kultmarke bündelt im Raum Norddeutschland "Ressourcen und Energien" an anderen Standorten.

Im hiesigen Donut-Wettbewerb hat sich Happy Donazz gegenüber Dunkin' Donuts durchgesetzt: Die US-Marke bündelt in Norddeutschland die Kräfte an anderen Standorten. Foto: Carolin Oppermann Photography / oh.

Es war die bundesweit 40. Filiale und damit der zweite Standort in Niedersachsen: Im Januar 2014 eröffnete in der Braunschweiger Innenstadt Dunkin‘ Donuts. Rund zwei Jahre später war bereits wieder Feierabend – ein neuer Standort sollte gesucht werden. Doch zu neuen Räumlichkeiten in der Löwenstadt wird es nun nicht mehr kommen.

Das im Jahr 1950 in Boston (USA) gegründete Unternehmen ist mit mehr als 10.000 Standorten in 31 Ländern eines der weltgrößten Coffee- und Bakery-Systeme. In den Vereinigten Staaten zählen Donuts schon lange zu den beliebten Backwaren – in Deutschland steigt das Interesse etwa seit der Jahrtausendwende.

In steter Konkurrenz stand Dunkin‘ Donuts in Braunschweig. Der hiesige Franchisenehmer Franco Safa eröffnete bereits im August 2013 eine Happy Donazz-Filiale am Rebenring, im November folgte ein Stand in den Schloss-Arkaden. Mittlerweile wurde der erste Standort gegen Räumlichkeiten in der Schuhstraße – nahe dem Kohlmarkt – eingetauscht. Eine eindeutige „Lagerbildung“ gibt es nicht, „vergleichbar ist die Situation mit McDonald und Burger King, jeder Kunde hat seinen favorisierten Laden“, so Sabine Romotzki (Geschäftsführerin der Dunkin‘ Donuts Filialen in Niedersachsen) damals gegenüber der Braunschweiger Zeitung.

Franchise-Nehmer: Mit offenen Karten spielen

Nach der Schließung des Flagship-Stores am City Point Anfang dieses Jahres – die Wirtschaftlichkeit des Stores war nicht gegeben – suchte Dunkin‘ Donuts eifrig nach neuen, geeigneten Räumlichkeiten. „Fest entschlossen wollten wir an anderer Stelle im Frühjahr wieder eröffnen“, heißt es in einer Ankündigung der hiesigen Franchise-Nehmer von Anfang Juli. Jedoch: „Wir werden unsere begrenzten Ressourcen und unsere Energie vorerst für neue Aufgaben im Raum Hamburg und Bremen bündeln müssen, sodass zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen ist, wann wir unseren Fokus wieder auf Braunschweig legen können.“

Man wollte mit „offenen Karten spielen“ – gebe deshalb aktuelle Pläne bekannt. Die Planungen für die Löwenstadt liegen damit allerdings auf Eis.

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