Die Nacht durchtanzen

Christian Eitner im Interview über die Neuausrichtung der Blauhaus-Partyreihe

Matthias Lanzer und Christian Eitner (rechts), die beiden Geschäftsführer der monofon GmbH, Kultur- und Partyveranstalter, im Tonstudio. Foto: Holger Isermann

Zu den beliebtesten und langlebigsten Partyreihen der Region gehört Blauhaus. Nach 15 erfolgreichen Jahren im Kleinen Haus des Staatstheaters wird nun zweimal jährlich in den Foyers der Volkswagen Halle gefeiert – jeweils im Frühjahr (7. April, 21:00 Uhr) und Herbst (Oktober/November) jeden Jahres. Christian Eitner, Veranstalter und teilnehmender Musiker, Komponist und Produzent, blickt zurück und nach vorne. Christian Göttner sprach mit ihm.

Christian, früher gab es in Braunschweig viele große Partys in verschiedenen Locations. Warum ist diese Zeit vorbei?

Weil die Leute ihre Partys jetzt anscheinend bei Facebook feiern.

Wer sind eure Gäste und wie hat sich die Besucherstruktur über die Jahre verändert?

Wir machen die Blauhaus-Party jetzt seit 15 Jahren und natürlich ist unser Publikum mit uns älter geworden. Tatsächlich sind in der Volkswagen Halle wohl durch den Location-Wechsel auch viele jüngere Leute dazugekommen. Generell kommen schon immer viel mehr Frauen als Männer, was immer gut ist für eine Party.

Mitte April 2017 fand Blauhaus letztmals im Kleinen Haus des Staatstheaters statt. Was war der Grund das Format dort nicht weiterzuführen?

Frau Schlingmann, die neue Staatstheater-Intendantin, wollte Platz schaffen für neue Formate, das kann ich nachvollziehen.

Wie schwierig gestaltete sich für euch die Suche nach einer neuen Location?

Es gibt außer der Stadthalle nichts was unseren Ansprüchen gerecht wird bzw. Platz gibt für 1.500 bis 2.000 Besucher. Wichtig ist eine gute Infrastruktur in der Halle selbst, so dass man z.B. eine Bühne bauen kann.

Wie verlief die erste Blauhaus-Party in den Foyers der Volkswagen Halle?

Wir waren sehr zufrieden. Sicher, es gab ein paar, denen es zu groß, zu anonym war, andere fanden aber gerade das gut – im Kleinen Haus war es ja schon immer sehr eng und stickig. Aber rund um die Center-Bühne der Blauhaus-Band beispielsweise war eine unglaublich tolle Stimmung. Wir sind uns sicher dass sich das Business Foyer etablieren wird.

Die erste Blauhaus-Party in 2018 steigt unter dem Motto „Lose Yourself to Dance”. Was hat der Hit von Daft Punk, Pharrell und Nile Rodgers von Chic mit Blauhaus zu tun?

Na ja, letztlich geht es doch darum die Nacht durchzutanzen und mal alles Drumherum zu vergessen, da passt doch der Titel gut.

Was habt ihr für die zweite Auflage verändert und verbessert?

Einiges. Größeren Einlassbereich, mehr Thekenpersonal, größere Dancefloors, Videoübertragung der Live-Show und so manches mehr.

Welche Künstler sind am 7. April dabei?

Ich freue mich, dass Rapper Cappuccino mal wieder beim Bandset dabei ist, da machen wir sicher auch mal wieder ein paar HipHop-Classic von Tupac bis Eminem. Neben ihm noch Albert N´Sanda und Britta Dekker. Außerdem gibt es mit Geraldo de Palma und Robby Mastera Abwechslung bei den DJs. Zwei gute Party-Typen.

Ihr hattet im Kleinen Haus in 15 Jahren 60 ausverkaufte Shows mit prominenten Gästen wie zum Beispiel Smudo von den Fantastischen Vier, Roger Cicero oder Pee Wee Ellis. Wie schwer ist es solche Stars für Blauhaus zu bekommen?

Das geht meist nur, wenn die zufällig mal auf Durchreise sind oder, wie damals bei Roger Cicero, noch nicht bekannt sind.

Wen würdet ihr gerne mal buchen, wenn ihr die finanzielle Möglichkeit dafür hättet?

Ach, unsere Helden leben doch alle nicht mehr.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Partyreihe?

Weiterhin gute Laune…

 

 

Morgen findet die nächste Blauhaus-Party unter dem Motto „Lose Yourself To Dance“ statt. Die Veranstaltung ist beinahe ausverkauft. Eindrücke von den letzten Partys gibt es hier!

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