Feiern ohne Zwänge

Das Meer Bass Open Air steigt am 5. August 2017 am Gleisdreieck in Braunschweig

Veranstalter Aidar (l.) mit Kumpel Naylo steht auf schöne Partys mit guter Musik zu haben. Foto: Privat

Veranstalter Aidar (l.) und Kumpel Naylo stehen auf fette Underground-Partys mit guter Musik. Foto: Privat

Von einem Gewölbekeller in Greifswald ans Gleisdreieck in Braunschweig – die Meer Bass Partyreihe schlägt deutschlandweit Wellen. Am Samstag wird am Kennelweg unter anderem mit den Techno-DJs Christina Grincenko, Migo, Nocturnal Mad, Stress to Impress und Mellow Yellow gefeiert. Szene38 sprach vorab mit Veranstalter Aidar Khabipov.

Aidar, wo und wann hat Meer Bass angefangen?
Als Geburtstagsparty in einem Gewölbekeller mit Bunkeratmosphere im Jahr 2014 in der Ostseestadt Greifswald. Das Motto war damals „MeerBassfüralle“…

Wie ist es gelaufen?
Ich hätte nie damit gerechnet, wie das Ding eskaliert. Ich hatte im Nachhinein sogar ein Gespräch mit dem TechnoKlub unserer Stadt, weil der an diesem Tag kaum besucht war und alle bei uns gefeiert haben.

Wie ging es weiter?
Die Gäste haben mich gefragt, ob ich nicht nochmal sowas veranstalten könnte. Und so ging das dann los… Leider wurde der Keller nach der dritten Veranstaltung von der Stadt dicht gemacht. Die Gründe: Schallschutz, Sicherheit, Hygiene, Steuer etc. So Sachen mit denen ich mich gar nicht auseinander gesetzt habe, weil der Schwerpunkt einfach darin lag, im Underground ohne Hemmungen oder gesellschaftliche Zwänge zu feiern.

DJane Anett G Punkt heizt ein… Foto: Privat

Ihr habt trotzdem weitergemacht?
Ja, wir haben wir uns eine Alternative gesucht: Ein Keller mitten am Marktplatz in der Stadt. Wir waren die ersten, die dort richtig große Partys geschmissen haben. Der Rekord waren 500 Gäste. Mittlerweile hat er sich zu einem der größten Klubs in Greifswald entwickelt (KontorKeller). Wir sind stolz den Stein ins Rollen gebracht zu haben. Mittlerweile sind wir dort jedoch raus – aber freiwillig. Der Klub hat sich leider zum Mainstream-Schuppen entwickelt und wir können uns damit nicht identifizieren. Das gehört bei unserem Verständnis von Techno-Kultur auf jeden Fall dazu. Das ist kein elitärer, sondern vielmehr ein freiheitlicher Gedanke. Kein Techno-DJ hat Bock drauf gefragt zu werden, ob er auch mal Hip-Hop oder Schlager spielen kann. Die letzte Party dort hatten wir dort dementsprechend im Oktober 2016. Das war einer der Hauptgründe warum wir uns auch in anderen Städten nach geilen Locations umschauen…

Wie seid ihr auf Braunschweig gekommen?
Ich bin selbst Braunschweiger und logischerweise war das die erste Adresse. Mittlerweile hatten wir drei Klubpartys in Braunschweig – zwei in der ehemaligen Degowski Bar und eine im Eulenglück. Wir haben sogar Crewmitglieder in Braunschweig gewonnen. Am geilsten war bisher das Open Air am Gleisdreieck bei dem wir Co-Veranstalter waren. Dieses Wochenende, 5. August, ist es am Kennelweg komplett unser eigenes Open Air – und das soll noch bunter lauter und schöner sein. Mit Liebe eben. Mit dabei sind Christina Grincenko, Migo, Nocturnal Mad, Stress to Impress, Mellow Yellow, Jay me und Paul McRough. Zudem gibt eine Feuerstelle zum Chillen, Schwarzlichtmalerei und String-Art, eine kreative Bühnendeko und Lichtshow.
Wir genießen den Zuspruch in Braunschweig und wollen uns in der Szene auf jeden Fall etablieren – ohne Vorurteile oder Konkurrenzdenken. Es geht darum gemeinsam zu feiern und schöne Partys mit guter Musik zu haben. Wir freuen wir uns mega drauf!

Gibt es weitere Termine von Euch?
Ja, nächste Woche Freitag (11.8.) haben wir ein Labelshowcase im Tiefgang Hannover und am (12.8.) machen wir ein fettes Open Air im Welfengarten hinter dem Hauptgebäude der Universität Hannover. Wer Bock hat, kommt uns Supporten – natürlich umsonst und draußen.

Kurzprofil der Location im Artikel

Kennelweg 4
38122 Braunschweig
DE-Niedersachsen
Öffnungszeiten:
täglich 10 - 18

Kategorie: Diverses
Kategorie:Open Air, Party-Tipps, Szene-News, Topstories





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