Das neue Gesicht der Innenstadt

Nach dem Abriss: So soll die Burggasse aussehen

So soll die neue Burggasse aus Sicht von Hutfiltern aussehen. Foto: Development Partner

So soll die neue Burggasse aus Sicht von Hutfiltern aussehen. Foto: Development Partner

In letzter Zeit hatte die Burgpassage im Herzen der Braunschweiger Innenstadt mit mächtig Leerstand zu kämpfen: Mehr und mehr zog sich der Einzelhandel aus dem überdachten Einkaufscenter zurück – „Nachmieter gesucht“ prangt vielerorts an leeren Schaufensterscheiben. Dass dieser Zustand kein dauerhafter bleiben kann, entschieden jetzt die Investoren und zeigten Initiative: Die 1983 gebaute Passage soll der neuen Burggasse weichen. Ende 2018 werden die Bauarbeiten beginnen. In rund 24 Monaten könnte die Gasse bei zügigem Verlauf dann pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2020 öffnen. Bis zu 90 Millionen Euro Investitionsvolumen sollen dafür laut Aussage des Projektentwicklers Development Partner in die Hand genommen werden.

Burggasse: Was ist neu, was bleibt?

Dort wo man vorher trockenen Fußes von Hutfiltern zur Schuhstraße und umgekehrt wechseln konnte, soll jetzt eine offene Shopping-Straße mit Neubauten entstehen, die optisch an die übrigen Gebäude angepasst werden soll. „Der Entwurf fügt sich besonders gut in das mittelalterliche Gepräge der Innenstadt ein. Es entsteht ein neuer Stadtraum, der das Gesicht der Innenstadt nach meiner Einschätzung positiv verändern wird“, ist Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer überzeugt.

Von oben herab: So soll die neue Burggasse künftig aussehen. Grafik: Development Partner

Von oben: So soll die neue Burggasse künftig aussehen (Ansicht von Hutfilter + Schuhstaße). Grafik: Development Partner

An Hutfiltern wird das Bestandsgebäude als Entree in die neue Gasse zweigeschossig geöffnet. Ansonsten erhält die neue Burggasse  mehrgeschossige Gebäude, in denen im unteren Bereich Gewerbeflächen und oben Wohnungen einziehen sollen. Die jeweiligen Eingangsbereiche bleiben dabei aus Denkmalschutz-Gründen weitestgehend erhalten und werden nur im Detail verändert.

Geteilte Meinungen

„Die Idee, aus der Burgpassage eine „Burggasse“ zu machen und damit Hutfiltern und Schuhstraße städtebaulich zu verbinden, finde ich sehr vielversprechend“, erklärt Oberbürgermeister der Stadt Ulrich Markurth. Auf der Facebook-Seite der Braunschweiger Zeitung schreiben User:  „Ich finde es gut. Die Passage ist unattraktiv, dunkel und abgenutzt.“ und  „Sind wir doch mal ehrlich: die Burgpassage war am Ende nichts mehr als eine Abkürzung. Also ist es doch schön, dass sich gekümmert wird.“

Der Eingang von der Schuhstraße ... Grafik: Development Partner

Der Eingang von der Schuhstraße … Grafik: Development Partner

Doch längst nicht alle sind von der Idee so angetan; viele finden die Neuerung traurig und fürchten um den alten Charme. „Ich werd die Burgpassage vermissen. Als Schüler bin ich da oft durch, trockenen Fußes Richtung City Point, dazu ein Eis beim Italiener und stöbern bei Pfannkuch. Die Gasse wird der letzte Müll“, „Was da wieder an irrsinnigen Mengen an Bauschutt entsteht, der schöne Fliesenboden kommt auch weg und rein regnen tut es dann auch noch.“

Kategorie:CheckOut, Szene-News, Topstories
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