5 Fragen an … Lisa Who

Die Berliner Songwriterin kommt am 19. Mai 2017 ins Eulenglück in Braunschweig. Vorab erzählt sie im Interview von ihrer Musik und der besonderen Botschaft.

Versucht, den Augenblick einzufangen: Lisa Who. Foto: Hannes Caspar

Musik macht sie schon ihr halbes Leben lang. Früher als Teil der Band Madsen, sticht Lisa Who jetzt auch als Solokünstlerin hervor. Ihr aktuelles Album heißt selbsterklärenderweise „Sehnsucht“ – und führt mit langen, traumartigen Introsequenzen und eingängigen Texten direkt in die Welt der jungen Pop-Sängerin. Und in der läuft vieles alles andere als optimal, wie sich in ihren Liedern zeigt. Trotzdem besteht kein Grund zur Verzweiflung: Inmitten des melancholischen Tenors tauchen immer wieder kleine Sonnenstrahlen des Optimismus auf. Im Interview sprachen wir mit ihr über musikalische Helden, die Rettung der Welt und ihre Zukunftspläne – die sie im Mai nach Braunschweig führen werden …

Lisa, wie würdest du dich und deinen Musik-Stil in wenigen Worten beschreiben?

Meinen Musikstil würde ich als melancholische Popmusik mit psychedelischen Noten bezeichnen. Und mich selbst passend dazu als eine sehr positive Person mit starkem Hang zur Melancholie.

Wer sind deine musikalischen Vorbilder?

Vorbilder in dem Sinne, dass ich alles so machen möchte, wie diese, habe ich gar nicht. Aber ich habe Musik, die mich schon lange begleitet und die ich über alles liebe. Da ist stilistisch vieles dabei: von Ella Fitzgerald, Billie Holiday und Chet Baker über Coldplay, Nick Drake und Air, Beatles, Beach Boys … Ach, es gibt so viele tolle Musik!

Ihre psychedelischen Melodien lösen sich ganz im Moment auf. Foto: Hannes Caspar

Melancholie, Weltschmerz und das Bewusstsein für den Moment sind Themen, die in deinem Album „Sehnsucht“ in Musik und Texten immer wieder aufscheinen. Was genau möchtest du mit deinen Songs transportieren und durch sie auslösen?

Diese Themen beschäftigen mich sehr viel. Ich denke viel darüber nach, wie man mit diesem Leben wohl am besten umgehen kann. Einerseits sind meine Texte die Verarbeitung ebendieser Auseinandersetzung und sehr persönlich. Andererseits ziehe ich persönlich viel Kraft aus Texten, in denen ich mich und meine Gedanken wiederfinde. Ich hoffe, dass das auch anderen mit meinen Texten so geht.

„Es ist keine Rettung in Sicht, doch wir könnten so tun, als wüssten wir‘s nicht“, singst du über das Leben auf unserem Planeten. Drehen wir uns da im Kreis oder kann am Ende doch noch alles gut werden?

Das ist die große Frage. Irgendwie glaube ich, dass beides der Fall ist. Im Lied gibt es ja auch beide Möglichkeiten. Von „Keine Rettung“ bis zu „Es ist eine Rettung in Sicht, doch lass uns so tun als wüssten wir’s nicht“. Die Antwort, ob es denn tatsächlich eine Rettung gibt, werden wir wohl nie beantworten können. Aber stetig daran arbeiten, die Hoffnung nicht zu verlieren, das ist der Weg, den ich vorschlage. Dass wir das Bemühen um eine bessere Welt nicht aufgeben.

Was planst du für die Zukunft? Gibt es schon Ideen für ein nächstes Album?

Dieses Jahr möchte ich gerne viel live spielen und unterwegs sein. Aber ich schreibe schon länger an neuen Liedern und bald geht auch die Produktion fürs nächste Album los. Jetzt freue ich mich aber erstmal auf Braunschweig!

Am 19. Mai spielt Lisa Who in der Eule. Tickets gibt es bei der Konzertkasse.

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