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Staatstheater Braunschweig

Am Theater
38100 Braunschweig
DE-Niedersachsen


Kategorie: Theater

Staatstheater Braunschweig

INFO

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Das Staatstheater Braunschweig kann auf eine über 300-jährige Geschichte zurückblicken. Bereits 1690 eröffnete Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg mit dem Theater am Hagenmarkt eines der ersten öffentlich zugänglichen Theaterhäuser im deutschsprachigen Raum. Zunächst war es ein reiner Opernbetrieb, ab Mitte des 18. Jahrhunderts fanden regelmäßig auch Schauspielaufführungen statt. Zu den bedeutendsten gehören die beiden Uraufführungen »Emilia Galotti« von Gotthold Ephraim Lessing 1772 sowie »Faust - der Tragödie erster Teil« von Johann Wolfgang von Goethe 1829.

Im Unterschied zur Herzoglichen Hofkapelle, deren Ursprünge sogar bis 1587 zurückreichen und aus der später das Staatsorchester Braunschweig als eines der ältesten Kulturorchester der Welt hervorgehen sollte, gab es bis Anfang des 19. Jahrhunderts kein festes Schauspielensemble. Wandertruppen spielten auf der Bühne des Hagenmarkt-Theaters, darunter auch jene der Prinzipalin Friederike Caroline Neuber, eine der berühmtesten Truppen ihrer Zeit. Mit der Gründung des Nationaltheaters 1818 erhielt Braunschweig schließlich eine stehende Bühne mit fest engagiertem Ensemble.

1826 wurde das Theater am Hagenmarkt wieder in ein Herzogliches Hoftheater umgewandelt. Den Anforderungen eines modernen Theaterbetriebes genügte das damals bereits mehrfach umgebaute und erweiterte Haus allerdings schon bald nicht mehr, so dass Mitte des 19. Jahrhunderts ein Theaterneubau beschlossen wurde. Am 1. Oktober 1861 wurde das neue Haus am Steinweg, das heutige Große Haus des Staatstheaters Braunschweig, feierlich eingeweiht. Seitdem ist es mit kurzen Unterbrechungen fast durchgängig bespielt worden. Weder der Erste Weltkrieg und die Abdankung des Herzogs im November 1918, noch die zum Teil schwere Zerstörung des Theatergebäudes im Zweiten Weltkrieg führten dazu, dass das Haus für längere Zeit geschlossen werden musste. So konnte es auch nach nur dreijähriger Wiederaufbauphase bereits im Dezember 1948 wieder eröffnet werden und war damit eines der ersten Theater der Nachkriegszeit in Norddeutschland.

Als Vierspartenhaus mit durchschnittlich 30 Premieren und 10 Sinfoniekonzerten in der Stadthalle je Spielzeit verfügt das Staatstheater Braunschweig heute neben dem Großen Haus am Steinweg über zwei weitere Spielstätten: dem Kleinen Haus (seit 1996 am Magnitorwall) und Haus Drei im Magniviertel (seit 1984). Darüber hinaus ist das Staatstheater Braunschweig unter seinem derzeitigen Generalintendanten Joachim Klement im Wechsel mit dem Staatstheater Hannover alle zwei Jahre Gastgeber des internationalen Festivals »Theaterformen«.

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