„Ich bin ein Arbeitstier in Teilzeit“

Die dänische Indiepop-Newcomerin Ida Gard im Gespräch über ihre Eigenheiten, Pfannkuchen und ihre Liebe zu Braunschweig.

Lebenslust, Humor und Rock ‘n‘ Roll - Ida Gard. Fotos: Anne Kirstine Winkler

Sie ist unabhängig, geht ihren eigenen Weg und hat damit Erfolg: Die 30-jährige Ida Gard ist der neue Stern am Pop-Himmel. Mit ihren unkonventionellen Songs landet sie einen Chart-Hit nach dem anderem und wurde bereits für den Independent Music Award für das beste Pop/Rock-Album nominiert. Jetzt geht die Dänin mit ihrem aktuellen Album „Womb“ auf Deutschland-Tour. Am 21. und am 22. März 2017 spielt die Indie-Queen in der KaufBar in Braunschweig. Wir haben uns vorab mit ihr unterhalten und festgestellt: Ida Gard ist Braunschweig-Fan. Warum, erklärt sie selbst …

Ida, wie würdest du dich in ein paar Wörtern beschreiben?

Ich bin Songwriterin, Sängerin, Gitarristin, und Geschichtenerzähler-Punk. Und ein Arbeitstier in Teilzeit mit eigenem Plattenlabel. Ansonsten: Leidenschaftliche Pancake-Bäckerin, die es sich zu Hause gern gemütlich macht.

Englischsprachige Singer/Songwriter gibt es viele – was ist besonders an Ida Gard?

Menschen gibt es unzählige. Wenn du genauer hinsiehst, bzw. hinhörst, merkst du den Unterschied. Ich erzähle Geschichten. Ich denke, mein Talent ist es, die Kleinigkeiten in Beziehungen und generell im alltäglichen Leben zu erkennen. Mit wenigen Worten lässt sich sehr viel aussagen.

Wer sind deine Vorbilder? Mit wem würdest du gerne einmal zusammen arbeiten?

Ich bewundere Künstler, die ihr eigenes Ding machen, egal was gerade Trend ist. Gerne würde ich mal zusammen mit Kate Bush, Grace Jones, Björk oder David Bowie arbeiten.

Was willst du mit deinen Songs bei deinen Zuhörern auslösen?

Mein Lieblings-Gefühl ist es, wenn man ein bisschen weint und dann plötzlich anfangen muss zu lachen.

Welchen Themen finden sich immer wieder in deinen Texten?

Beziehungen – meistens familiäre – und seltsame menschliche Verhaltensweisen. Solche Sachen finde ich spannend.

Du hast schon Bob Dylan supported. Wie hast du ihn erlebt und was hast du von ihm gelernt?

Naja, ich habe ihn nicht mal getroffen. Also kann ich nicht sagen, dass ich ihn erlebt oder viel von ihm gelernt hätte. Aber er war großartig und sehr gesprächig auf der Bühne.

Du bist sozial sehr engagiert, einige deiner Songs wurden von Flüchtlinge für dich geschrieben. Warum ist dir das so wichtig?

Singen als Teil eines Flüchtlingsprojektes war eine tolle Sache, die mir sehr viel gegeben hat. Ich finde Menschen großartig, die sozial engagiert sind und Anderen helfen.

Vor einem Jahr bist du schon mal in Braunschweig aufgetreten. Wie hast du die Stadt und die Menschen erlebt?

Braunschweig ist sozusagen meine deutsche Heimatstadt, weil der Großteil meines Teams hier lebt. Ich liebe es in Braunschweig zu spielen und werde immer vertrauter mit der Stadt, je öfter ich sie besuche.

Was sind deine Wünsche für die Zukunft?

Für mich und die Welt wünsche ich mir, tiefgründiger zu werden und eher nach Liebe, Ausgeglichenheit und Wahrheit zu streben als nach Geld, Erfolg und Macht.

Tickets gibt es wie immer über die Konzertkasse und beim Veranstalter.

Kategorie:CheckOut, Konzert-Tipps, Topstories
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