Herzscheiße

Funny Van Dannen singt am 2. Juni in der Brunsviga Braunschweig

Funny Van Dannen, verehrenswerter, aber „widerwilliger Prominenter“, berichtet über Menschen, Tiere und Gegenstände – und macht Alltagsskurrilität zur Kunst. Foto: KKT

Nur wenige Tote Hosen-Fans werden wissen, wem sie einige nachdenkliche und auch mitgröhlkompatible Hits der Düsseldorfer Deutsch-Punk-Veteranen verdanken: Dem guten, alten Funny Van Dannen. Seit 1999 arbeitet er als Co-Autor mit Campino & Co. zusammen, deren Label JKP seit August 2007 auch seine CDs veröffentlicht.

Der 60-jährige Van Dannen heißt eigentlich Franz Josef Hagmanns, stammt aus Sittard an der holländischen Grenze und fing bereits mit 16 Jahren an, Lieder zu schreiben und zur Gitarre vorzutragen. 1978 zog er ins graue Berlin, um dort als freier Maler zu arbeiten. Er absolvierte eine Lehre zum Werbegrafiker und spielte in etlichen kurzlebigen Bands, war Mitbegründer der legendären Lassie Singers und trat ab 1987 solo mit seinen selbstverfassten Geschichten, Liedern und Gedichten auf. Im Jahre 1995 erschien seine Debüt- CD „Clubsongs“, die seinen Erfolg als Liedermacher begründete. In den folgenden Jahren entwickelten sich Songs wie „Als Willy Brandt Bundeskanzler war“, „Nana Mouskouri”, „Freundinnen” oder „Herzscheiße” zu wahren Evergreens und sind mittlerweile auch einem Publikum bekannt, das weit über seine Stammhörerschaft hinausreicht. Seine Fans lieben den „widerwilligen Prominenten“, wie er sich selbst bezeichnet, für seine eingängigen, von Ironie und Satire geprägten Songs.

Ein häufiges Motiv bei ihm ist die Personifikation von Tieren und Gegenständen. Vielleicht singt Van Dannen am 2. Juni, 20:00 Uhr, in der Brunsviga Braunschweig, ja ein Lied über den Braunschweiger Löwen oder die Wolfsburger Wölfe?

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