Einsteigen, bitte: „Musikersatzverkehr“ startet

Tauscht sein Skateboard gegen eine Straßenbahn: Rapper Jonny S. Foto: privat / oh.

Am Samstag den 17. Januar startet mit dem „Musikersatzverkehr“ ein für die Löwenstadt neues Veranstaltungsformat. Wer einen genaueren Blick auf das Format wirft, merkt schnell: Dahinter steckt deutlich mehr als „nur“ eine musikalische Stadtrundfahrt.

Hinter dem spannenden Format stecken Hussein Tahmaz und Nora Festing. Hussein studierte zuletzt Sozial- und Erziehungswissenschaften an der Universität Vechta – plant nun einen Wechsel in die Freie Kunst der Hochschule für Bildende Künste. Nora studiert an der Ostfalia Hochschule. Sie beide entwickeln gerne Projekte, engagieren sich. Schließlich entstand anti-aesthetik, ein Kultur- und Kunstnetzwerk. Im Mittelpunkt steht dabei die Kreativität, durch die Mitwirkung von Künstlern aus diversen Bereichen soll sich das Netzwerk stetig vergrößern.

„Es ist eine Art Mutterschiff“, erklärt Hussein. Um das Mutterschiff herum gedeihen Zweige wie Musik, Fotografie und auch Design. Im Design tummelt sich etwa Fida & Sid, im fotografischen Bereich ist Anna Waffel Art mit von der Partie. Auch werden über anti-aesthetik DJs vermittelt, etwa der ehemalige Skateboardprofi Benni Dannel sowie Capoholika. „Wir verbinden den Input – so entstehen viele neue Projekte“, so Hussein.

Die Idee für den Musikersatzverkehr kam ihm beim Drehbuchschreiben. Passend: Bei einer Zugfahrt. Er saß gerade an einem Drehbuch für ein Musikvideo des Braunschweiger Hip-Hop-Künstlers Jonny S, als es plötzlich „klick“ machte. Er brannte so sehr für die Idee, dass er die Braunschweiger Verkehrs-GmbH und auch die Öffentliche Versicherung Braunschweig schnell als Partner gewinnen konnte. Plötzlich stand der erste Termin: Samstag, der 17. Januar. Premiere.

Nächster Halt: Hip-Hop. Am 17. Januar startet der Musikersatzverkehr. Foto: Braunschweiger Verkehrs-GmbH / oh.

Nächster Halt: Hip-Hop & Co. Am 17. Januar startet der Musikersatzverkehr. Foto: Braunschweiger Verkehrs-GmbH / oh.

Bei der musikalischen Jungfernfahrt im wahrsten Sinne des Wortes an Bord sind Dance-Rocker Enemy Jack (Wolfsburg) als auch Rapper Jonny S. Eine Tour dauert rund 45 Minuten, um 20 Uhr startet am ZOB die Fahrt mit Enemy Jack, um 21 Uhr geht es dann mit Hip-Hop weiter. Je Tour gibt es 75 Karten, zu haben für 6,90 Euro je Stück. Erhältlich sind sie im Kundenzentrum der Verkehrs-GmbH (Bohlweg 26) sowie online im „aae“-Shop.

Übrigens: Auch die Februar-Tour ist schon terminiert. Am 28. Februar wird mit den Progressive-Pop-Musikern Fools & Kings aus Kiel und Daniel Puente Encina aus Chile, der sich auf Europatour befindet, die Tram gerockt. Weitere Infos zum Musikersatzverkehr und anti-aesthetik gibt es auf www.anti-aesthetik.de.

Kategorie:Konzert-Tipps
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